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	<description>¡Voy a Panamá!</description>
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		<title>Abschied und Zwischengedanken</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 23:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[AFS]]></category>
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		<description><![CDATA[Buenas, nun geht ein großes Jahr seinem Ende zu und ich möchte nun ein weiteres Mal meine Eindrücke hier in Panama festhalten. In dem Eintrag schreibe ich über meinen Alltag, Ungleichheit, Hahnenkampf und Naturschutz. Ich arbeitete nun ein knappes Jahr in einer Grundschule in den Bergen Panamas und nun hatte ich letztes Wochenende mein Abschiedscamp [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=438&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<div id="attachment_442" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/reiten-large.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-442" title="Reiten" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/reiten-large.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Ich bei einem Reitausflug</p></div>
<p>nun geht ein großes Jahr seinem Ende zu und ich möchte nun ein weiteres Mal meine Eindrücke hier in Panama festhalten. In dem Eintrag schreibe ich über meinen Alltag, Ungleichheit, Hahnenkampf und Naturschutz.</p>
<p><span id="more-438"></span></p>
<p>Ich arbeitete nun ein knappes Jahr in einer Grundschule in den Bergen Panamas und nun hatte ich letztes Wochenende mein Abschiedscamp und am Dienstag meine Abschiedsfeier in der Schule. Während der Feier habe ich kleine Geschenke bekommen und an jeden Jahrgang eine kleine Büchersammlung hinterlassen. Nun verbringe ich die letzten Tage viel Zeit mit meiner Gastfamilie und bin sehr froh, bei ihnen zu wohnen. Die letzten Wochenenden habe ich kleine Ausflüge mit ihnen gemacht. Einen Tag konnte ich auf einem Pferd reiten, ein anderes Mal bin ich in den Nebelwald gegangen, ich war auf Geburtstagen oder Basketball spielen. Mir gefällt es hier und die verbleibenden Tage werde ich so noch voll ausnutzen.</p>
<div id="attachment_444" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/dsc03312-large.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-444" title="Abschiedsfeier" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/dsc03312-large.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Meine 2. Klasse</p></div>
<p>Ich habe hier in Panama viel Ungleichheit kennen gelernt. Besondersauffallend ist es zwischen meiner Gastfamilie und meinem <em>weltwärts</em>-Projekts gewesen. In meiner Gastfamilie lebte ich mit den Grundbesitzern zusammen, denen es an nichts fehlte; im Gegensatz mein Projekt: in der staatlichen kleinen Grundschule unterrichtete ich die Kinder derLandarbeiter und, es fehlte an vielen Dingen. Außerdem habe ichviele wohlhabende Menschen kennen gelernt, aber auch mit den indigenen Arbeitern auf dem Feld gearbeitet und angefangen ihre Sprache zu lernen. Diesen Unterschied empfand ich lange Zeit als eines der größten Makel in Panama. Dann erinnerte ich mich an den Philosophieunterricht und John Rawls. Ich hatte folgendes aus dem Unterricht behalten: Unterschiede in der Gesellschaft können bis zu dem Punkt gerecht sein, als dass alle Beteiligten davon profitieren und es ihnen besser geht, als bei vollkommener Gleichheit. Ich kann nicht beurteilen, ob dieser Punkt hier überschritten ist, habe aber an vielen Beispielen gemerkt, dass ein gewisser Grad Ungleichheit für alle Vorteile bringt: Tourismus bringt viele reiche Menschen in das Land, und die Menschen profitieren durch die Einnahmen (natürlich gibt es auch viele negative Aspekte beim Tourismus). Die Landbesitzer haben mehr Geld, sichern den Arbeitern aber ein geregeltes Einkommen, mit dem man die Familie ernähren kann. Gäbe es sie nicht ist ungewiss, ob die Landarbeiter aus eigener Kraft ein konkurrenzfähiges Unternehmen führen könnten und so ihre Arbeit effizient einsetzen könnten. Ich habe in der Hauptstadt (Panama ist gedanklich in Hauptstadt/Zentrum und Land/Peripherie aufgeteilt) von viel Korruption und Vetternwirtschaft gehört, sodass viel Geld unter den Hauptstädlern bleibt. Die Landbevölkerung profitiert aber von ihnen als Absatzmarkt, Sicherheitsgarant, durch finanzielle Unterstützung und Außenvertreter des Landes. Ich möchte damit sagen, dass trotz der vielen Gesetzesüberschreitungen und Ungleichheiten einige Dinge gibt, die für alle nützlich sind. Ich bin der Überzeugung, dass mit einem guten gesetzlichen Rahmen und starker Institutionen die Gesellschaft auf ein noch besseres Niveau gebracht werden kann, an dem mehr Menschen an den Reichtümern beteiligt werden können, denn Geld gibt es hier in Panama.</p>
<div id="attachment_439" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/hahnenkampf-large.jpg"><img class="size-medium wp-image-439 " title="Hahnenkampf" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/hahnenkampf-large.jpg?w=210&#038;h=158" alt="" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Hahnenkampf in Panama</p></div>
<p>Ich habe meinen Gastvater einige Male zum Hahnenkampf begleitet. Ich hatte schon im Vorfeld davon gehört, konnte mir darunter aber nichts wirklich vorstellen. Ich habe gute Dinge gesehen, aber viele schlechte Seiten kennen gelernt. Hier die Zusammenfassung: Was ich am Hahnenkampf interessant finde ist Folgendes. Zu einem solchen Event kommen Panameños aus allen Bevölkerungsschichten zusammen. Dort sitzt der Multimillionär aus der Hauptstadt neben dem Schuster aus dem Dorf. Außerdem hängen viele Familie direkt an dem Erwerb durch diese Events und die Vorbereitung. Und nun, was mir nicht gefällt: Wenn ein Kind hier einen Käfer tot tritt, sage ich dem Kind, dass man dies nicht tut. Aber warum? Weil der Käfer unersetzlich für die Art ist? Nein. Weil der Käfer leidet? Eher unwahrscheinlich. Mir geht es dabei nicht zuerst um den Käfer, sondern um das Kind! Ich möchte nicht, dass das Kind die Natur verachtet, mit Füßen tritt und sich daran erfreut. So denke ich, dass es auch auf den Hahnenkampf zu trifft. Die Hähne haben kein schönes Leben und einen grausamen Tod, aber mir geht es hauptsächlich um die Zuschauer, die regelrecht in einen Blutrausch verfallen, die sterbenden Hähne anschreien und hinterher Geld austauschen. Wenn du also mal eine Einladung zum Hahnenkampf bekommst: Wenn es dir um die Menschen geht: geh ruhig einmal hin. Wenn es dir darum geht, einen Kampf zu sehen: bleib zu Hause.</p>
<p>Info Hahnenkampf: Bei diesem Event gibt es zwei Hähne in einer Arena, die gegeneinander kämpfen. Die Besitzer der beiden Hähne einigen sich im Vorfeld auf eine gewisse Summe, um die gespielt wird (von 100 bis 3500 Dollar habe ich alles gesehen). Außerdem können alle Zuschauer Wetten untereinander abschließen. Der Hahn, der den anderen tötet oder kampfunfähig macht gewinnt. Wenn nach 15 Minuten kein Sieger feststeht wird der Kampf als unentschieden erklärt. Die Hähne werden entweder von den Besitzern im Garten großgezogen oder man gibt sie auf speziellen Farmen in Auftrag.</p>
<p>Ich habe hier viel atemberaubende Natur gesehen: <a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/blume-large.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-441" title="Blume" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/blume-large.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>in meinem Dorf, in unterschiedlichen Teilen Panamas, Costa Ricas und Nicaraguas. Ich fand es sehr interessant und schön die Natur in ihren vielfältigsten Erscheinungen zu beschauen. Ich habe Krokodile, Papageien, Affen, Faultiere, Blumen, Bäume, Wasserfälle, Flüsse, Schluchten, Krater, Strände und vieles mehr gesehen und mich immer wieder gedacht: wie schön, dass es so etwas gibt. Ich habe mir zwei Fragen gestellt: warum sollte man eigentlich die Natur schützen? Und wie kann man die Natur schützen?</p>
<div id="attachment_448" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/img_0553.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-448" title="Reiher" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/img_0553.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Reiher in Nicaragua" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Reiher in Nicaragua</p></div>
<p>Ich möchte mich für den Naturschutz einsetzen, weil ein Wandel die Lebensgrundlage vieler Menschen gefährdet (Überschwemmung, Desertifikation) und vieler Tier- und Pflanzenarten. Ich habe hier mannigfaltige Erscheinungsformen der Natur gesehen und war erstaunt über diese unermessliche Vielfalt. Ich möchte die Natur nicht als den Gegensatz von Kultur verstehen, sondern als Bereicherung des menschlich Geschaffenen. Ich sehe die Natur als Lebensraum der uns umgibt und an dem wir uns erfreuen können. Jede ausgestorbene Art macht die Welt für mich ein wenig dunkler.<br />
Zum Thema, was getan werden kann. Zum einen liegt es an jedem persönlich, auf die Folgen seiner Handlungen zu achten. Man kann Energie sparen, Müll trennen, auf den Einkaufswagen achten und vieles mehr. Ich denke weiterhin, dass es nützlich ist, wenn Verschmutzung kostet. So sehe ich im Tourismus den guten Aspekt, dass Bewohner einer Gegend beginnen, einer intakten Umwelt einen Wert zuzuschreiben. So wird ein Wald wertvoller, als gerodet und als Acker verwendet. Weiterhin sehe ich in dem</p>
<div id="attachment_449" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/img_0918.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-449" title="Sonnenuntergang in Nicaragua" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/img_0918.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Sonnenuntergang in Nicaragua" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang in Nicaragua</p></div>
<p>Emissionshandel den guten Aspekt, dass Verschmutzung kostet (und nicht nur für die kommenden Generationen), denn so findet der Schaden einen Weg in den Preis. Denn so kann eine Marktwirtschaft mit ihren eigenen Kräften weiter arbeiten und auch dem Klimaschutz helfen. Aber auch die gemeinschaftlichen Ansätze werden von uns getragen, oder eben nicht.</p>
<div id="attachment_440" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/bocas-large.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-440" title="Bocas" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/07/bocas-large.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Mit meiner Gastfamilie in Bocas del Toro</p></div>
<p>Für die kommenden Tage habe ich hier noch einige Aktivitäten geplant, die dann den Abschluss meines Jahres darstellen werden. Morgen habe ich das Abschlusstreffen mit meinem AFS-Komitee. Außerdem habe ich mir vorgenommen, einen Quetzal zu sehen (diese schönen Tiere soll es hier geben, sie haben sich aber ein Jahr lang gut vor mir versteckt). Weiterhin möchte ich noch einige Tage mit meiner Gastfamilie verbringen und die letzten Tage panameñischen Lebens und spanischer Sprache genießen.</p>
<p>Ps.: Ich habe es nun unabsichtlich geschafft – trotz meiner hellen Hautfarbe – als Panameño durch zu gehen. Als ich letztes Wochenende eine Wanderung gemacht habe, unterhielt ich mich mit einem Parkwächter. Am Ende kassierte er die Parkgebühr nicht, weil doch Panameños nicht bezahlen müssen. Danke!</p>
<p>Lars</p>
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		<item>
		<title>Neuigkeiten im Monat Mai</title>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 02:21:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freiwilligendienst]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftspläne]]></category>
		<category><![CDATA[Cerro Punta]]></category>
		<category><![CDATA[Gastfamilie]]></category>
		<category><![CDATA[weltwärts]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, viele Grüße aus Panama. Ich freue mich, dass es immer wieder etwas Neues zu berichten gibt und möchte euch daran auch teilhaben lassen. Wie in den anderen Blogeinträgen, hier eine kurze Übersicht über das Geschehene und Geplante: letztes Wochenende war ich mit Freunden auf einem traditionellen Festival; in meiner Schule geht der Alltag weiter, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=423&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<div id="attachment_425" class="wp-caption alignright" style="width: 168px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01988.jpg"><img class="size-medium wp-image-425 " title="Lars mit Panamahut" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01988.jpg?w=158&#038;h=210" alt="Lars mit Panamahut" width="158" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Ich mit Panamahut</p></div>
<p>viele Grüße aus Panama. Ich freue mich, dass es immer wieder etwas Neues zu berichten gibt und möchte euch daran auch teilhaben lassen. Wie in den anderen Blogeinträgen, hier eine kurze Übersicht über das Geschehene und Geplante: letztes Wochenende war ich mit Freunden auf einem traditionellen Festival; in meiner Schule geht der Alltag weiter, versuche jetzt aber nachhaltige Dinge einzubringen; in meiner Gastfamilie fühle ich mich weiterhin wohl und bin froh, Zeit mit ihnen zu verbringen; Thema Studium: meine Bewerbung in den Niederlanden ist abgeschickt.</p>
<p><span id="more-423"></span></p>
<div id="attachment_427" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01955.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-427 " title="Kirche in Santiago" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01955.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Kirche in Santiago" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Kirche in Santiago</p></div>
<p>Also, letztes Wochenende bin ich mit einer traditionellen Tanzgruppe zuerst nach Dolega und dann weiter nach Santiago gefahren (das Erste ist ein Dorf, das Zweite eine Stadt). Dort gab es Präsentationen folklorischer Tänze der verschiedenen Regionen Panamas, traditionelles Essen und viel Musik. Ich habe mir in diesem Zuge nun endlichen einen Panama-Hut gekauft. Auch dort gibt es Unterschiede, aber ich habe den traditionellen Hut entschieden.</p>
<p>In meiner Schule arbeite ich weiterhin unter der Woche und habe meinen festen Stundenplan mit Englisch- und Computerunterricht, sowie Sport mit Schülern aus dem Kindergarten bis zur sechsten Klasse.</p>
<div id="attachment_426" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01921.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-426" title="Plan mit Aktivitäten" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01921.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Plan mit Aktivitäten" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Plan mit Aktivitäten</p></div>
<p>Außerdem führe ich meine Nachmittagsaktivitäten in einem festen Rahmen weiter. So gibt es weiterführenden Computerunterricht, einen Lesetreff, Sprachunterricht und einmal in der Woche eine Kinovorstellung. Im Computerunterricht habe ich versucht, die Kinder systematisch an Computer heran zu führen. So habe ich mich ihnen über die Bestandteile eines Computers unterhalten, mit ihnen grundsätzliche Konzepte vermittelt und eine Einführung ins Internet gegeben. Diesen Donnerstag haben wir dann für jeden Schüler ein E-Mail-Konto eingerichtet (auch in Hinblick auf Kontakthalten), sodass die Schüler mit E-Mails vertraut wurden.<br />
Der Lesetreff ist Teil meiner kleinen Bücherei in der Schule. Ich habe vor langer Zeit angefangen Kinderbücher zu organisieren und führe bereits mehr als 30 Titel. Diese Bücher verleihe ich an interessierte Schüler, sodass sie zu Hause lesen können. Der Lesetreff ist dann eine Möglichkeit, sich über die Bücher zu unterhalten und Interesse an weiteren Bücher zu wecken. Die Büchersammlung werde ich vor meiner Abreise einer Lehrerin mit der Aufgabe übergeben, den Bücherverleih weiterzuführen.<br />
Freitags hat nun mein Sprachunterricht den ehemaligen Englischunterricht ersetzt. Ich habe mich schwer damit getan meine Englischgruppe aufzulösen, bin mir aber sicher, dass es die richtige Entscheidung war. Mir hatte es nicht gefallen, dass einige Schüler durch die Teilnahme an dem besonderen Angebot sich von den übrigen Schülern absetzten – ich aber keine neuen Schüler durch den Leistungsunterschied aufnehmen konnte. So biete ich in meinem Sprachunterricht einen Crashkurs in verschiedenen Sprachen an. So gestaltete ich bereits eine Einführung in Deutsch und bald wird eine Einheit Französisch folgen. Weiterhin möchte ich Muttersprachler weiterer Sprachen einladen, einen Nachmittag für die Kinder zu gestalten (hier habe ich einen besonderen Blick auf Mandarin und die Sprache des einheimischen Ngäbere-Buglé Volks).<br />
An einem Tag in der Woche biete ich nachmittags einen Kinofilm an. Dabei habe ich bereits <em>Tarzan</em>, <em>Das Jungelbuch</em>, <em>Peter Pan</em>, <em>Madagaskar</em>, <em>Toy Story</em>, <em>Winnie Pooh</em>, <em>Aladin</em>, <em>Arielle</em> und <em>Findet Nemo </em>mit ihnen geschaut. Ich bin auf die Idee gekommen, weil mir bewusst wurde, dass es so viele schöne Kinderfilme gibt, von denen die Kinder hier nichts wissen. So haben sie nachmittags etwas zu tun und lernen Kindergeschichten kennen, auch wenn sie noch nicht lesen können oder nicht die nötige Konzentration für Bücher aufbringen können.</p>
<div id="attachment_432" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01918.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-432" title="Arbeitsgruppe am Nachmittag" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc01918.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Arbeitsgruppe am Nachmittag" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Arbeitsgruppe am Nachmittag</p></div>
<p>Darüber hinaus habe ich mir Gedanken zu weiteren Projekten gemacht, die im nächsten Jahr weitergeführt werden können, denn voraussichtlich wird kein neuer weltwärts-Freiwilliger in meiner Schule arbeiten. Dabei freue ich mich über Anregungen und Ideen. Ich überlege eine Patenschaft für einige Kinder zu übernehmen, sodass ich diese Kinder aus Deutschland heraus weiterhin unterstützen kann. Außerdem bin ich auf der Suche nach Eltern in dem Dorf (es gibt hier viele gebildete Menschen, worin ich das Problem sehe ist die Initiative und da wäre die Direktorin stärker gefragt), die Interesse daran haben, Aktivitäten zu gestalten. So wäre externe Unterstützung nicht mehr gebraucht und die Kinder könnten weiterhin verschieden Dinge lernen.</p>
<p>Meine Gastfamilie ist weiterhin das, was ich mir ursprünglich unter Gastfamilie vorgestellt habe. Es gibt ein Familienleben und man ist untereinander interessiert. So verbringe ich den Großteil meiner Freizeit mit meinen Gasteltern und</p>
<div id="attachment_428" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc02025.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-428" title="Frau mit Pollera" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc02025.jpg?w=150&#038;h=112" alt="Frau mit Pollera" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Frau mit Pollera</p></div>
<p>Gastgeschwistern und habe bereits viele Verwandte und Bekannte kennen gelernt. Mein Gastvater nimmt mich zum Hahnenkampf mit, mit meiner Gastmutter verbringe ich viel Zeit im Haus, meiner Gastschwester bringe ich verschiedene Sachen bei und spiele oft mit meinem 2jährigen Gastbruder. Die Familie betreibt Landwirtschaft und hat so ein gutes Auskommen.</p>
<p>Zum Thema Landwirtschaft: Wer meint, es gäbe hier wenig Geld, irrt sich. Hier gibt es sehr viel Geld – nur verteilt sich dieses auf wenige Familien. Als ich einmal über mögliche Parallelen mit Deutschland nachdachte, drängte sich mir ein Vergleich mit der Industrialisierung und der Sozialen Frage auf: es gibt eine große, schlecht bezahlte Arbeiterschicht, die unter schweren körperlichen Anstrengungen und Gefahren arbeiten; es gibt einige sehr reiche Familien, die größtenteils die Acker geerbt haben; es gibt soziale Barrieren zwischen den Schichten; es bilden sich Gewerkschaften. Ich denke mit diesem Bild kann man sich einiges hier besser vorstellen.</p>
<div id="attachment_429" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc02082.jpg"><img class="size-medium wp-image-429 " title="Ich zusammen mit Willem mit Panamahüten" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/05/dsc02082.jpg?w=240&#038;h=180" alt="Ich zusammen mit Willem mit Panamahüten" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Ich zusammen mit Willem mit Panamahüten</p></div>
<p>So lebe ich hier zwischen zwei Welten in meiner Gastfamilie und meinem Projekt, welches Probleme, aber auch Vorteile mit sich bringt.</p>
<p>Zum Studium gibt es folgendes zu sagen: Ich habe mich nun in den Niederlanden in Groningen für <em>International Relations &amp; International Organisations</em> beworben. Für diesen Studiengang werden die Plätze durch das Los verteilt, sodass ich mir diese Möglichkeit als Plan B halten möchte, wenn ich in Deutschland nicht einen der gewünschten Studienplätze bekommen sollte.</p>
<p>Ich wünsche euch allen in Deutschland eine schöne Zeit und in weniger als zwei Monaten werde ich wieder zu Hause sein.</p>
<p>Lars</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/larsunterwegs.wordpress.com/423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/larsunterwegs.wordpress.com/423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/larsunterwegs.wordpress.com/423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/larsunterwegs.wordpress.com/423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/larsunterwegs.wordpress.com/423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/larsunterwegs.wordpress.com/423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/larsunterwegs.wordpress.com/423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/larsunterwegs.wordpress.com/423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/larsunterwegs.wordpress.com/423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/larsunterwegs.wordpress.com/423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/larsunterwegs.wordpress.com/423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/larsunterwegs.wordpress.com/423/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/larsunterwegs.wordpress.com/423/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/larsunterwegs.wordpress.com/423/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=423&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Lars mit Panamahut</media:title>
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			<media:title type="html">Kirche in Santiago</media:title>
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			<media:title type="html">Plan mit Aktivitäten</media:title>
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			<media:title type="html">Arbeitsgruppe am Nachmittag</media:title>
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			<media:title type="html">Frau mit Pollera</media:title>
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			<media:title type="html">Ich zusammen mit Willem mit Panamahüten</media:title>
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	</item>
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		<title>Panama ABC</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 19:24:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[AFS]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligendienst]]></category>
		<category><![CDATA[ABC]]></category>
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		<category><![CDATA[Karneval]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Panamakanal]]></category>
		<category><![CDATA[weltwärts]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, nun möchte ich mich mit einem Eintrag zurückmelden, der lange in Planung war und nun endlich soweit fertig ist, dass ich ihn veröffentlichen möchte: mein Panama-ABC. Ich hoffe, dass es euch gefällt und einen vielseitigen Einblick in das Leben in Panama gibt. AFS. Der American Field Service ist die ausführende Organisation des weltwärts-Programms. Mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=409&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<p>nun möchte ich mich mit einem Eintrag zurückmelden, der lange in Planung war und nun endlich soweit fertig ist, dass ich ihn veröffentlichen möchte: mein Panama-ABC. Ich hoffe, dass es euch gefällt und einen vielseitigen Einblick in das Leben in Panama gibt.</p>
<p><span id="more-409"></span></p>
<p><strong>AFS</strong>. Der American Field Service ist die ausführende Organisation des weltwärts-Programms. Mit ihm war ich schon für ein Jahr in den USA und seit dem mit ihn ehrenamtlich tätig. Ich unterstütze diese Austauschorganisation, weil ich von seiner Arbeit überzeugt bin: durch persönliche Kontakte mit anderen Menschen den eigenen, sowie fremde Horizonte erweitern.</p>
<p><strong>Bananen.</strong> Hier gibt es viele Bananen. <a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/bananen.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-411" title="Bananen" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/bananen.jpg?w=71&#038;h=150" alt="" width="71" height="150" /></a>Kein Wunder: Panama riecht von oben bis unten nach Bananen. Vielleicht nicht komplett, zumindest gibt es sie: zerstampft, in Scheiben geschnitten oder am Stück. So schmecken sie manchmal wie Chips; ein anderes Mal wie Kartoffeln, oder einfach wie Bananen.<br />
Interessant ist, dass die internationalen Unternehmen, die früher hier Bananen anbauten (und die Politik des Landes mitbestimmten) weitestgehend in andere Länder ausgewichen sind.</p>
<p><strong>Cerro Punta.</strong> Cerro Punta ist die höchst gelegene und kälteste Stadt Panamas und der Ort meines Projekts. Das Klima hier schwankt zwischen Regen- und Trockenzeit, fühlt sich aber ganzjährig frisch an. Die hierhin führende Straße verläuft sich zwischen Feldern und stellt die Verbindung zur Außenwelt dar. An den Berghängen gibt es viel Landwirtschaft und einige Wälder sind für Touristen begehbar.</p>
<p><strong>David. </strong>David ist die Hauptstadt meiner Provinz Chiriquí und die nächste größere Stadt. Dort kann man einkaufen, ins Kino gehen, schwimmen, Post abholen, Zeit im Park verbringen oder einfach die Wärme genießen. Die zweistündige Busfahrt führt damit schon in eine andere Welt.</p>
<p><strong>Englischunterricht.</strong> In meinem Projekt in Cerro Punta unterrichte ich Englisch von der Vorschule bis zur 6. Klasse. Außerdem habe ich eine kleine Englischgruppe, in der ich einmal in der Woche für interessierte Schüler Englisch anbiete.<a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/img_4643.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-412" title="Frau in Pollera" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/img_4643.jpg?w=121&#038;h=150" alt="" width="121" height="150" /></a></p>
<p><strong>Folklore. </strong>In Panama wird Folklore gezielt gefördert und zu vielen Anlässen präsentiert. Es gibt Sendungen im Fernsehen, welche den traditionellen Gesang in den Mittelpunkt stellen, oder Werbung, die mit folklorischen Elementen gestaltet wird.</p>
<p><strong>Gringos</strong>. Amerikaner – von denen es hier viele gibt – werden umgangssprachlich gringos genannt. Das Wort kommt aus der Zeit, als die US amerikanische Militär in Mexiko tätig war. Dort trugen sie grüne Soldatenröcke. Nun wollten Teile der Bevölkerung sie auffordern, das Land zu verlassen. Greens Go Home! → gringo. In Panama hat sich dieses Wort besonders durch das amerikanische Engagement bezüglich des Kanals verbreitet. Hier ist dies keine Beleidigung, aber in meinen Augen eher eine abschätzige Äußerung, weil das Bild des Amerikaners hier vorbelastet ist.</p>
<p><strong>Hauptstadt.</strong> Die Hauptstadt von Panama ist Panama-Stadt. Im Sprachgebrauch hier einfach nur Panamá. Diese Stadt wurde an der Pazifikküste am Anfang des Weges zwischen den beiden Ozeanen errichtet. Als die Spanier das Inkareich eroberten, wurden die gesamten geplünderten Schätze über diese Stadt nach Europa gebracht. Dies lockte Piraten an, die diese Stadt zerstörten. Anschließend wurde die Hauptstadt an nahe gelegener Stelle erneut gebaut. Heute profitierte die Stadt vom internationalen Handel, besitzt ein großes Bankenviertel, verwaltet die Kanalangelegenheiten und kommt einer europäischen Großstadt sehr nahe (inklusive Armenviertel).</p>
<p><strong>Indigene Bevölkerung:</strong> In Panama gib es drei große indigene <a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/guaymi.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-416" title="Guaymi" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/guaymi.jpg?w=150&#038;h=129" alt="" width="150" height="129" /></a>Bevölkerungsgruppen. Zum einen die Kuna, mit ihren farbenfrohen Kleidern am Meer östlich der Hauptstadt. Dann gibt es die Ngäbe-Buglé, die im Westen Panamas weitestgehend unter einfachen Verhältnissen leben und viele Kinder auf meine Schule gehen. Außerdem gibt es das Emberá-Wounaan-Volk, das tief im Regenwald Panamas wohnt (Darién).</p>
<p><strong>Just Cause.</strong> Das war die Militärintervention der USA in Panama 1989 um den Diktator Noriega zu stürzen, der viele Jahre dieses Land als Verbündeter der USA regierte. Während dieser Jahre verschwanden viele Menschen spurlos und viele Zeitzeugen können persönliche Erlebnisse berichten.</p>
<p><strong>Karneval.</strong> In Panama gibt es viele Anlässe, die gefeiert werden können. <a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/karneval.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-417" title="Karneval" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/karneval.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a>Der wahrscheinlich größte ist Karneval. In verschiedenen Städten werden Feiern ausgerichtet, zu denen Unmengen an Menschen kommen. Ich habe selber an den Feiern in Las Tablas teilgenommen. Eine riesige Menschenmasse, die tagsüber zu Musik mit Wasser nass gespritzt wird und ihre Königin feiert. Während der Nacht gibt es verschiedene Programmpunkte und Freiluftdiskos.</p>
<p><strong>Lonely Planet.</strong> Der gute alte Lonely Planet macht den den Planet in den entlegensten Ecken alles andere als einsam! Die wahrscheinlich beste Reiseführer für Leute, die schöne Orte abseits der Piste suchen. Ich habe mich oft auf die Hinweise gestützt, als ich in Panama, Costa Rica und Nicaragua gereist bin und habe super Erfahrungen gemacht!</p>
<p><strong>Mollek.</strong> In Volcán gibt es eine Bäckerei, die Mollek genannt wird. Sie ist nicht besonders schön und das Essen schmeckt nicht besonders, dennoch stehen dort Bänke und so ist es gewisser Maßen ein sozialer Treffpunkt für viele Menschen, unter ihnen auch wir Freiwillige.</p>
<p><strong>Nachbarländer.</strong> Panama grenzt im Norden an Costa Rica und im Süden an Kolumbien. Die erste Grenze wird für den Einkauf genutzt, die zweite im Darién wegen Lebensgefahr gemieden.</p>
<p><strong>Oh, wie schön ist Panama.</strong> Die Kindergeschichte von Janosch erzählt vom Tiger und vom Bären, die zusammen auf die Reise nach Panama gehen, nachdem sie eine Bananenkiste mit der Aufschrift Panama fanden. Nach einer langen Reise kommen sie jedoch im eigenen Haus wieder an und lernen das eigene zu Hause neu kennen.</p>
<p><strong>Panama Kanal. </strong>Eine Verbindung der Karibik und dem Pazifik wurde schon von den spanischen Eroberern benutzt. Am Anfang des letzten Jahrhunderts machten sich dann jedoch die Amerikaner daran zu schaffen, den ehemaligen Eselpfad und das gescheiterte französische Kanalbauprojekt durch ein monumentales Bauwerk zu ersetzen: Den Panamakanal. Dieser benötigte über 10 Jahre zur Fertigstellung und forderte mehrere tausend Tote. Der Kanal, welcher mit seinem angrenzendem Gebiet lange Zeit amerikanisches Staatsgebiet war, ist jetzt schon über ein Jahrzehnt in den Händen Panamas und wird erfolgreich von einem regierungsnahen Unternehmen geleitet. Der Kanal ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Panama und wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut.</p>
<p><strong>Quetzal.</strong> Der kleine grüne Vogel mit roter Brust und langen Schwanzfedern ist hier in den Wäldern zu Hause und wird dort oft von Touristen aufgesucht.</p>
<p><strong>Reis</strong>. Fast jede gekochte Mahlzeit hat Reis als Grundlage. Reis mit Huhn, Reis mit Suppe, Reis mit Gemüse, Reis mit Bohnen. Es ist günstig, ist ein lokales Produkt und macht satt.</p>
<p><strong>Spanisch. </strong>In Panama wird Spanisch gesprochen. Natürlich gibt es einen eigenen Dialekt (meto wird in Chiriquí in vielen Fällen als Ausruf verwendet, la vaina (dt. Hülse) steht hier für eine unbestimmte Sache und viele weitere kleine Unterschiede), aber wie in fast allen lateinamerikanischen Ländern haben die Spanier Spanisch mitgebracht. Außerdem gibt es die Sprachen der indigenen Bevölkerungen, die übrigens nicht in der Definition <em>Lateinamerika</em> eingeschlossen sind.</p>
<p><strong>Tukan. </strong>Den bunten Vogel auf der Kelloggs Packung kennen bestimmt alle. Aber in Panama gibt es ihn in freier Wildbahn! Übrigens nicht zum Anfassen. Der große Schnabel ist ursprünglich nicht für Touristen da. Wer einmal diesen Vogel gesehen hat, kann wahrscheinlich nicht anders, als von ihnen beeindruckt zu sein.</p>
<p><strong>Unterwegs.</strong> Seit einiger Zeit begleitet mich dieses Wort, welches gut zu auf meine Situation zu passen scheint. www.larsunterwegs.wordpress.com ist auch die Adresse von meinem Blog, den ich für meinen Freiwilligendienst eingerichtet habe und anschließend weiterführen möchte.</p>
<p><strong>Volcán Barú.</strong> Der Vulkan Volcán Barú ist sozusagen der Hausberg von Cerro Punta und ragt als schwarze Spitze über die Hügel hinweg. Mit einer Höhe von 3475 Metern ist er der höchste von mir erreicht Gipfel, von dem aus man an Wolken freien Tagen Karibik und Pazifik sehen kann.</p>
<p><strong>Weltwärts.</strong> Der Freiwilligendienst des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verschickt junge Helfer in Länder, in denen Entwicklungszusammenarbeit geleistet wird. Das Programm wird von verschiedenen Organisationen angeboten – in meinem Fall: AFS. Es gibt viele positive Aspekte des Programms, man kann es aber auch kritisch betrachten.</p>
<p>zu <strong>X</strong> fällt mir nichts ein, <strong>Y</strong> al fin (dt: und zum Schluss):<a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/zentralamerika.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-418" title="Zentralamerika" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/04/zentralamerika.jpg?w=75&#038;h=150" alt="" width="75" height="150" /></a></p>
<p><strong>Zentralamerika.</strong> Zu Mittelamerika gehören Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala, El Salvador, Belize und Mexiko. Ich habe bereits die ersten drei Länder bereisen können und obwohl diese Länder alle sehr nahe beieinander liegen, sind sie sehr unterschiedlich. Es gibt ähnliche Dinge, aber die Unterschiede machen jedes Land auf seine Art besonders! Das Beste ist wohl es selber zu erfahren.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/larsunterwegs.wordpress.com/409/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/larsunterwegs.wordpress.com/409/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/larsunterwegs.wordpress.com/409/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/larsunterwegs.wordpress.com/409/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/larsunterwegs.wordpress.com/409/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/larsunterwegs.wordpress.com/409/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/larsunterwegs.wordpress.com/409/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/larsunterwegs.wordpress.com/409/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/larsunterwegs.wordpress.com/409/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/larsunterwegs.wordpress.com/409/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/larsunterwegs.wordpress.com/409/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/larsunterwegs.wordpress.com/409/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/larsunterwegs.wordpress.com/409/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/larsunterwegs.wordpress.com/409/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=409&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Neuigkeiten im Monat März</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 14:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[AFS]]></category>
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		<description><![CDATA[Buenas, nachdem ich im letzten Blogeintrag über meine Wanderung auf den Vulkan Volcán Barú geschrieben habe, ist wieder einiges hier in Panama geschehen, von dem ich euch in diesem Eintrag gerne berichten möchte. Kurzinfo: Karneval in Las Tablas mit vielen Eindrücken gesund überstanden, die Arbeit in der Grundschule in Guadalupe läuft weiterhin gut, die Landwirtschaft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=400&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<div id="attachment_402" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/cimg6012-large.jpg"><img class="size-medium wp-image-402 " title="Bei Mathilde" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/cimg6012-large.jpg?w=240&#038;h=180" alt="Lars und Mathilde" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Kochaktion bei einer anderen Freiwilligen</p></div>
<p>nachdem ich im letzten Blogeintrag über meine Wanderung auf den Vulkan Volcán Barú geschrieben habe, ist wieder einiges hier in Panama geschehen, von dem ich euch in diesem Eintrag gerne berichten möchte. Kurzinfo: Karneval in <em>Las Tablas</em> mit vielen Eindrücken gesund überstanden, die Arbeit in der Grundschule in Guadalupe läuft weiterhin gut, die Landwirtschaft ist immer noch ein gutes Geschäft für einige Leute und meine Vorbereitungen für das Studium gehen weiter.</p>
<p><span id="more-400"></span><br />
Hier in Panama wird Karneval anders gefeiert! Und ich war für einige Tage mitten drin. In Panama sind die eigentlichen Feiern in den <em>Provincias Centrales</em>, einer Gegend, die einen Tag Busreise von meiner Stadt entfernt liegt. Dort kenne ich eine andere Freiwillige, bei der wir dann übernachten konnten. Am Sonntag den 6. März sind wir in <em>Guarare</em> angekommen und sind abends in eine Freiluftdisko gegangen. In Panama werden bei größeren Events Bereiche abgezäunt, teilweise überdacht und mit einer Bühne versehen und schon hat man eine Disko.</p>
<div id="attachment_401" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1525.jpg"><img class="size-medium wp-image-401 " title="Los Carnavales" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1525.jpg?w=240&#038;h=180" alt="Karneval in Panama" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Karneval in Panama</p></div>
<p>Am folgenden Montag sind wir zu der <em>mojadera</em> (in Deutsch so viel wie: Nassmacherei) in <em>Las Tablas</em> gefahren. Dort gibt es riesige Wassertanks, die dafür benutzt werden, die Menschen bei der gleißenden Hitze abzukühlen. Auf dem zentralen Platz fahren dann Bands und Wägen der Königinnen durch (man kann sich das Gedränge vielleicht so vorstellen wie bei einer Kirmes in Deutschland). Königinnen daher, weil in Las Tablas zwei Gruppen im Wettstreit stehen: <em>Calle Arriba</em> und <em>Calle Abajo </em>(obere Straße und untere Straße) und versuchen sich in Feuerwerken, Musik, Glanz und Stimmung zu übertreffen. Egal welche Straße hinterher gewinnt, der Zuschauer tut es auf jeden Fall!<br />
Abends waren wir wieder feiern und am nächsten Tag ging es trotz wenig Schlaf wieder zu der Nassmacherei. Die Feier kann man sich nicht vorstellen! Überall Leute, gute Musik, Wasser und Sonne von oben und gutes Bier. Ich habe dort alle Typen von Menschen getroffen: von unheimlich bis umwerfend; von Tourist-mit-Strümpfen-in-den-Sandalen bis Badeanzug; heterosexuell und homosexuell; von offenherzig bis aggressiv; von Blumen verschenkend bis Sonnencreme klauend (mir wurde meine Sonnencreme geklaut, dann aber wieder fallen gelassen, weil der Dieb sich wahrscheinlich etwas anderes erhofft hatte). Aber alle Leute zusammen war es eine lustige Mischung und das Spanische Wort <em>Locura</em> (auf Deutsch soviel wie Wahnsinn oder Durchgedrehtheit) bringt es wohl so ziemlich auf den Punkt. Abends ruhten wir uns nochmals aus, bevor wir ein letztes Mal in die Disko gingen. Dort feierten wir nochmals und gingen dann um 4 Uhr zu den Abschlussevents. Die beiden Straßen bäumen sich zu einem letzten furiosen Wettstreit auf: drei Stunden lang werden Böller angezündet und wer zuerst keine mehr hat, verliert. Dann singen die Königinnen ein Schandlied auf die jeweils andere. An diesem Zeitpunkt habe ich mich auf den Rückweg gemacht (ich bin so den Menschenmassen entkommen, die noch ein bisschen länger bleiben wollten, dann aber alle gleichzeitig nach Hause kommen wollten). Es hätte noch die „Vergrabung eines Fisches“ gefehlt. So wird Karneval hier offiziell beendet: Menschen in Feierstimmung machen ein Loch, legen ein Fisch rein, schaufeln es wieder zu und gehen nach Hause schlafen.</p>
<p>In Cerro Punta angekommen, hatte ich einen Tag der Regeneration, bevor am Donnerstag wieder mein Projekt begann. Ich arbeite immer noch in der Grundschule in Guadalupe (einem „Stadtteil“ von Cerro Punta) und fühle mich dort auch wohl. Während dem normalen Schulbetrieb (von 7:30 bis 12:30 Uhr) mache ich Schulsport, Computer- und Englischunterricht von der Vorschule bis zur sechsten Klasse. Es ist ist immer noch nicht einfach, aber einfacher. Die Schüler haben sind an mich gewöhnt; und ich mich an sie. Ich kenne jetzt die Lehrer besser und nach acht Monaten ist mein Spanisch anständig. Nachmittags biete ich verschiedene Aktivitäten für die Kinder an, denn in Guadalupe hört die Straße auf und der Regenwald beginnt und die Kindern haben keine Aktivitäten am Nachmittag. Es ist nicht, als ob sie nichts zu tun hätten, ganz im Gegenteil: viele Kinder helfen nach der Schule entweder im Haushalt oder auf den Feldern mit, oder spielen auf der Straße. Aber angeleitete Dinge gibt es hier nicht. Daher biete ich nachmittags meistens von 1 bis 4 Uhr etwas an. Montags und Donnerstags habe ich meine <em>Grupo de la Lectura</em></p>
<div id="attachment_406" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><em><em><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/dsc00377.jpg"><img class="size-medium wp-image-406" title="Grupo de la Lectura" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/dsc00377.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Meine Lesegruppe bevor wir Aladin schauten</p></div>
<p><em></em>(Lesegruppe), für die ich Bücher kaufte und ihnen einen ruhigen Raum zum Lesen anbiete. Es ist nicht immer leicht, die Kinder zum Lesen zu animieren, aber für einige Kinder ist es das erste Buch. Ich habe hier viele Kinder kennen gelernt und bin überzeugt, dass mit der richtigen Förderung aus vielen Kindern Großes werden kann. Meine Zeit hier ist nur ein Jahr, aber ich denke, wenn ein Kind einmal lesebegeistert ist, kann es sich viel aus eigener Kraft erarbeiten. Auf der anderen Seite sind es Kinder, die gerne Geschichten hören wollen. Daher habe ich diese Woche angefangen Disneyfilme auf Spanisch zu organisieren und mit den Kindern zu schauen. Filme wirken anders als Bücher, haben aber meiner Einschätzung eine ähnliche Wirkung: die Kinder lernen neue Welten kennen.</p>
<p>Freitags führe ich meine <em>Grupo de Ingles</em> weiter, die ich im letzten Jahr mit Hilfe einer amerikanischen Lehrerin ins Leben gerufen haben. Dort lernen die Kinder unabhängig vom Schulenglisch (was in den meisten Fällen nicht viel ist, denn ich habe dort Zweit- und Sechstklässler im selben Raum sitzen) die Englische Sprache. Ich arbeite viel mit phonetischen Übungen, mit Bildern, mit Videos und Alltagssituationen. Es macht mir Spaß und fordert mich auch heraus, den Unterricht abwechslungsreich und durchdacht zu gestalten, sodass die Schüler auch gerne kommen.</p>
<p>Dienstags und Mittwochs habe ich keine festen Aktivitäten (für die anderen beiden habe ich Einladungen verteilt), sondern informiere die Schüler während der Schulzeit, was ich nachmittags anbiete. So habe ich öfters mit ihnen an den Computern gearbeitet, ihnen Kartentricks beigebracht oder eine Einführung in die Balljonglage (oder eher: Steinjonglage) gegeben.</p>
<p>Durch meine neue Gastfamilie bekomme ich nun eine ganz andere Einsicht in die Felder, an denen ich früher vorbei gefahren bin. Ich helfe nach der Schule oder am Wochenende manchmal noch auf den Feldern bei der Ernte oder den Ausbesserungsarbeiten mit. Die Landarbeiter, die auf der Straße verschlossen wirken zeigen sich bei der Arbeit von einer ganz anderen Seite. Ich denke, dass ist eine Lektion, die jeder einmal machen sollte: durch gemeinsame Arbeit kann man sich auf ganz andere Weise begegnen. Und das auch, wenn ich hier auf den ersten Blick als <em>gringo</em> abgestempelt werde. <em>Gringo</em> ist eine Bezeichnung, die eigentlich für die Amerikaner gedacht ist. Ich werde aber durch meine Hautfarbe auch zu ihnen gezählt. Normaler Weise würde mir dies nichts ausmachen (immerhin war ich auch ein Jahr lang in den USA), aber in Panama hat dieser Ausdruck eine negative Konnotation, denn es wurden in der Geschichte nicht nur gute Erfahrungen mit Amerikanern gemacht (Militärinterventionen, Flaggenstreit, „Wild Bill“, Amerikanisierung der Stadt Boquete, Äußerungen zum Kanal von Donald Trump, Auftreten von Touristen. Ich will die Dinge hier nicht gleichsetzen, sondern zeigen, dass es sich um verschiedene Arten handelt. Als positive Geschehnisse fallen mir spontan der Kanal, die Wirtschaftsbeziehungen und das Peace Corp Programm ein). Also ich versuche klar zu stellen, dass ich Deutscher bin (was mich bei geschichtlich gebildeten Menschen in die nächste Diskussion verwickelt, die ich dann aber auch gerne führe). Was ich damit sagen möchte: durch die gemeinsame Arbeit merken auch die Arbeiter, dass ich anders bin und so kann man sich anders begegnen.</p>
<p>Zum Thema Studium habe ich einen neuen Gedanken bekommen und werde ein auch ein Studium in den Niederlanden ins Auge fassen. Dort gibt es viel Studiengänge, die es in Deutschland auch gibt, aber hart umkämpft sind: z. B. Internationale Beziehungen in Dresden. So habe ich mich dort beworben, sodass ich eine weitere Alternative habe, falls ich jenen Studiengang in Deutschland nicht bekomme. Natürlich habe ich auch schon andere Angebote in Deutschland gefunden, aber eine weitere Möglichkeit kann nicht schaden. Des Weiteren habe ich einige Stipendiumprogramme gefunden, bei denen ich mich in der kommenden Zeit bewerben werde.</p>
<p>Also, zusammenfassend kann man Hornbach zitieren: „Es gibt immer was zu tun.“</p>
<p>Lars</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/larsunterwegs.wordpress.com/400/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/larsunterwegs.wordpress.com/400/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/larsunterwegs.wordpress.com/400/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/larsunterwegs.wordpress.com/400/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/larsunterwegs.wordpress.com/400/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/larsunterwegs.wordpress.com/400/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/larsunterwegs.wordpress.com/400/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/larsunterwegs.wordpress.com/400/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/larsunterwegs.wordpress.com/400/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/larsunterwegs.wordpress.com/400/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/larsunterwegs.wordpress.com/400/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/larsunterwegs.wordpress.com/400/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/larsunterwegs.wordpress.com/400/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/larsunterwegs.wordpress.com/400/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=400&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Bei Mathilde</media:title>
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			<media:title type="html">Los Carnavales</media:title>
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			<media:title type="html">Grupo de la Lectura</media:title>
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	</item>
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		<title>Wanderung auf den Volcán Barú</title>
		<link>http://larsunterwegs.wordpress.com/2011/03/02/386/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 18:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, ich möchte euch mit mit diesem Blogeintrag an einer Wanderung teil haben lassen, die mich auf den Vulkan Volcán Barú geführt hat. Es hat sich nämlich so ergeben, dass ich letztes Wochenende endlich den Vulkan besteigen konnte, den ich bis dato täglich gesehen habe. Ich wollte diese Wanderung schon seit langer Zeit machen, es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=386&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<div id="attachment_387" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1055.jpg"><img class="size-medium wp-image-387 " title="Gruppenfoto vor dem Aufstieg" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1055.jpg?w=240&#038;h=180" alt="Gruppenfoto vor dem Aufstieg" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Gruppenfoto vor dem Aufstieg</p></div>
<p>ich möchte euch mit mit diesem Blogeintrag an einer Wanderung teil haben lassen, die mich auf den Vulkan Volcán Barú geführt hat. Es hat sich nämlich so ergeben, dass ich letztes Wochenende endlich den Vulkan besteigen konnte, den ich bis dato täglich gesehen habe.</p>
<p><span id="more-386"></span></p>
<p>Ich wollte diese Wanderung schon seit langer Zeit machen, es sind aber zuvor nie alle Bedingungen glücklich zusammen gefallen. Zu den Problemen gehören: es gibt hier nur eine kurze Trockenzeit; der Wanderweg ist nicht gut ausgeschildert, sodass ein Führer notwendig ist; die Wanderung ist nicht an einem Tag schaffbar und so muss eine Nacht im Zelt verbracht werden und Proviant für zwei Tage mitgetragen werden. Wir hatten nun letztes Wochenende das Glück, dass sich alle Hindernisse entsprechend verkleinerten und einem Aufstieg nichts mehr im Wege stand. Aber alles der Reihe nach:</p>
<p>Am Donnerstag konkretisierte sich unser Plan, am Samstag den Aufstieg und Sonntag den Abstieg  zu begehen. Ein Freund kannte einen jungen Mann, der bereits mehrmals den Vulkan bestiegen ist und ihn nochmals mit uns bestreiten wollte. So regelten wir die Papiere mit AFS und redeten mit unseren Gastfamilien. Meine Gastfamilie war ein wenig besorgt, denn es sind nicht alle Wanderer sind auch wieder gekommen. Nachdem wir über alles geredet hatten ließen sie mich ruhigen Gewissens ziehen und versprachen mir, bei Bedarf zu helfen (genau so hatte ich es mir vorgestellt. Meine als mir das letzte Mal auf einer Wanderung etwas geschehen ist, wurde ich von meiner Familie und AFS fallen gelassen.).</p>
<p>Den Freitag verbrachte ich den letzten Tag in meinem Ferienprojekt und packte abends den Rucksack. Samstag morgens fuhr ich in die Stadt Volcán und kaufte Proviant ein. Es summierte sich auf 20 $, war aber zurückschauend jeden Cent wert.<br />
Zu meinem Inventar gehörte nun: Schlafsack, warme Kleidung, 3 Liter Wasser, 2 Liter isotonische Getränke, Energy-Drink, Brot, Dosenfleisch, Dosenfrüchte, Müsliriegel, Messer, Erste-Hilfe-Set, Hygieneartikel und viele kleine Dinge. Hinterher übernahm ich dann noch die schweren Sachen von einem Freund.</p>
<div id="attachment_388" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1180.jpg"><img class="size-medium wp-image-388" title="Aufstieg " src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1180.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dämmerung während des Aufstiegs</p></div>
<p>Um 12 Uhr mittags wollten wir aufbrechen (in meinen Augen eigentlich schon spät), aber dann verzögerte sich alles durch das Zeitgefühl von unseren lateinamerikanischen Begleitern und anschließend durch einen Regenschauer. Wir entschieden uns dann um 3 Uhr auf zu brechen. Volcán liegt ca. auf 1200 Meter Höhe – die Spitze des Vulkan Volcán Barú liegt auf auf 3475 Meter Höhe (damit der höchste Punkt der Erde, den ich besteigen sollte. Der Vulkan Irazú in Costa Rica liegt auf 3432 Meter Höhe und der Dachstein auf 2995 Metern.)</p>
<p>Bereits nach einigen Minuten wurde uns die bevorstehende Anstrengung bewusst, als mein 20 kg Rücksack auf meinen Schultern drückte. Warum nimmt man eigentlich so viel mit? Das fragte ich mich in diesem Augenblick auch – es stellte sich aber hinterher heraus, dass jedes Gramm gebraucht wurde. So wanderten wir zuerst durch vertrocknete Wiesen, bis wir in den tropischen Nebelwald ein traten. Dort hörte ich das erste Mal in meinem Leben einen Quetzal. Ich hegte die Hoffnung, einen solchen auch zu sehen, anscheinend versteckten sie sich aber ziemlich gut.<br />
Ich habe eine inoffizielle ToDo-Liste, bevor ich nach Deutschland komme:<br />
Einen Quetzal sehen.<br />
Einem Panameño glauben machen, ich lebe mein Leben bereits in Panama = Sprachtest.<br />
Ein kurzes Gespräch mit einem indigenen Panameño in seiner Sprach führen.<br />
Es scheint schwierig den Ton dieses Vogels einem Lebewesen zu zu ordnen. Mich erinnerte es mehr an einen Feuermelder, der eine Melodie pfeift. Es ist wunderschön, diese klaren Melodien zu hören, wenn dann ein anderer Vogel auch noch antwortet. Dabei ist es dann geblieben und wir mussten zusehen, dass wir an Höhe gewinnen.<a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1191.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-389" title="Sonnenuntergang" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1191.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Als die Dämmerung einsetzte, erreichten wir die Baumgrenze. Innerhalb weniger Minuten verwandelte sich der dichte Wald in ein spärlich bewachsenes Geröllfeld und wir begannen Feuerholz auf dem Weg ein zu sammeln. Nun war klar, dass wir den Gipfel an diesem Tag nicht mehr erreichen können und wir im Krater des Vulkans übernachten werden. Als die Dunkelheit einsetzte, hatten wir noch eine Stunde Fußweg vor uns und so kamen unsere mitgebrachten Taschenlampen zum Einsatz. Wir mussten langsam gehen, weil der letzte Anstieg schwierige Stellen hatte und das Licht nur bedingt geholfen hat.</p>
<div id="attachment_396" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_12131.jpg"><img class="size-medium wp-image-396 " title="Die drei Musketiere am Feuer" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_12131.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Die drei Musketiere am Feuer</p></div>
<p>Erschöpft erreichten wir den Vulkankrater und wir begannen das Zelt auf zu bauen, das Lager her zu richten, ein Feuer zu machen und Brennholz zu sammeln. Innerhalb weniger Minuten waren alle Aufgaben erledigt und wir konnten uns mit unserem mitgebrachtem Essen stärken und am Feuer wärmen. Dort blieben wir bis um 11 Uhr versammelt und legten uns anschließend ins Zelt. Hier wurden wir erneut für unsere Mühen während des Aufstiegs belohnt: die warme mitgebrachte Kleidung hielt uns in Verbindung mit dem Schlafsack auch trotz Temperaturen knapp über 0 Grad warm. Die Nacht blieb kurz und mit wenig Schlaf, weil wir den Sonnenaufgang sehen wollten und nicht zu spät zu Hause ankommen wollten. Also krochen wir um 6 Uhr aus dem Zelt und fanden uns in einer Mondlandschaft wieder (am Abend vorher haben wir uns kein Stück mehr vom Lager weg bewegt). Nach einem kleinen Frühstück im Stehen nahmen wir nur leichtes Marschgepäck mit zum Gipfel und ließen den Rest zurück (wenn dort jemand etwas stehlen wollte, müsste er dies auch ins Tal tragen).</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1280.jpg"><img class="size-medium wp-image-391 " title="Über dem Wolkenmeer" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1280.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Über dem Wolkenmeer</p></div>
<p>So kamen wir am Gipfelkreuz an und trafen einige Leute, die über eine Fahrstraße den Gipfel erreichten. Wir genossen unsere Belohnung für die Anstrengungen und speisten erneut. Von diesem Punkt soll man normaler Weise die Karibik und den Pazifik sehen können. Wir hatten aber das Glück auf ein fast geschlossenes Wolkenmeer zu schauen, aus dem wir heraus ragten. Dieser Anblick war auf jeden Fall schön und wir waren uns einig, dass wir die beiden Wasserflächen nicht unbedingt sehen müssen. Nach einer Stunde Aufenthalt steigen wir zu unserem Zelt hinab und von dort aus begannen wir den Abstieg. Dieser zeigte sich durch die angestrengten Beine und schwierige Teilstücke als würdige Fortsetzung unserer Leistung am Vortag. Als wir an der Fahrstraße ankamen, war unsere Mitfahrgelegenheit bereits abgefahren und wir mussten eine weitere Stunde über Asphalt laufen.</p>
<div id="attachment_392" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1342.jpg"><img class="size-medium wp-image-392 " title="Gipfelkreuz" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/03/img_1342.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem höchsten Punkt Panamas</p></div>
<p>Als wir an der Bushaltestelle ankamen, trennten sich unsere Wege und ich fuhr in das Dorf, wo die Straße endet: Cerro Punta. Dort wurde ich von meiner Gastfamilie in Empfang genommen und konnte viel erzählen und Bilder zeigen. Nachdem ich mich abends einmal aufs Bett legte um die Augen zu schonen wachte ich um Mitternacht auf und stellte mir nur noch den Wecker für den folgenden ersten Arbeitstag in meiner Schule in Guadalupe. Gute Nacht Welt. Ein schöner Ausflug geht zu Ende.</p>
<p>Lars</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/larsunterwegs.wordpress.com/386/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/larsunterwegs.wordpress.com/386/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/larsunterwegs.wordpress.com/386/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/larsunterwegs.wordpress.com/386/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/larsunterwegs.wordpress.com/386/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/larsunterwegs.wordpress.com/386/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/larsunterwegs.wordpress.com/386/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/larsunterwegs.wordpress.com/386/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/larsunterwegs.wordpress.com/386/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/larsunterwegs.wordpress.com/386/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/larsunterwegs.wordpress.com/386/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/larsunterwegs.wordpress.com/386/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/larsunterwegs.wordpress.com/386/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/larsunterwegs.wordpress.com/386/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=386&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Neue Gastfamilie und Ferienprojekt</title>
		<link>http://larsunterwegs.wordpress.com/2011/02/18/neue-gastfamilie-und-ferienprojekt/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 04:20:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, nun sind wieder berichtenswerte Dinge geschehen und ich möchte euch an diesen teil haben lassen. Für diejenigen, die einen Überblick bekommen möchten einmal die Kurzinfos: Nachdem ich gesund und munter von meiner Reise nach Costa Rica und Nicaragua zurück gekommen bin (und den letzten Blogeintrag geschrieben habe) hatte ich erstmal einige Tage Zeit, mich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=375&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,<a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/schc3bclerinnen-am-fluss.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-377" title="Schülerinnen am Fluss" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/schc3bclerinnen-am-fluss.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a></p>
<p>nun sind wieder berichtenswerte Dinge geschehen und ich möchte euch an diesen teil haben lassen. Für diejenigen, die einen Überblick bekommen möchten einmal die Kurzinfos:<br />
Nachdem ich gesund und munter von meiner Reise nach Costa Rica und Nicaragua zurück gekommen bin (und den letzten Blogeintrag geschrieben habe) hatte ich erstmal einige Tage Zeit, mich wieder an das Umfeld zu gewöhnen. Eines Tages wurde ich von meiner Gastfamilie informiert, dass ich die Gastfamilie wechseln soll, sodass ich am folgenden Tag über die Türschwelle einer anderen Familie – samt meines gesamten Hausstands – zog. In dieser Familie habe ich mich bereits gut eingelebt und mein Ferienprojekt begonnen. In diesem werde ich bis Ende Februar bleiben.</p>
<p><span id="more-375"></span></p>
<p>Also alles der Reihe nach: Nachdem ich von der Reise zurück gekommen bin, lebte ich einige Tage in meiner Gastfamilie im Vorort von Volcán. Ich schrieb an dem ausführlichen Reisebericht und versuchte mich erneut an das Leben zu gewöhnen. Meine Gastfamilie war gleich bleibend nett, aber immer noch in einer Weise distanziert zu mir. Ich konnte keine längeren Gespräche aufbauen, konnte ihnen aber einige kleine Dinge erzählen. Ich hatte mich entschlossen, obwohl ich seit Anfang meines Freiwilligendienstes Schwierigkeiten in der Familie hatte, es als Herausforderung weiter anzunehmen und bei ihnen zu bleiben. So vergingen einige Tage der freundlichen Koexistenz und ich fand mich erneut mit dem Status Quo ab. Als ich eines Tages zu meiner Gastfamilie kam, erzählten sie mir, dass ich nicht weiter bei ihnen bleiben könne. Meine <a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/gepc3a4ck.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-378" title="Gepäck" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/gepc3a4ck.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a>schwangere Gastschwester ziehe bald mit ihrem Mann und ihrem Kind in eine andere Stadt und meine Gastmutter müsse sich mehr um ihre Mutter kümmern. So bliebe für mich nur mein Gastvater übrig, mit dem ich eine respektvolle, aber distanzierte Beziehung hatte. So hatten sie entschlossen, dass ich in einer andern Familie besser aufgehoben sei, hielten es aber nicht notwendig, mich rechtzeitig in Kenntnis zu setzen.</p>
<p>In weniger als 24 Stunden räumte ich mein gesamtes Zimmer aus, wurde am nächsten Morgen abgeholt und zu meiner neuen Gastfamilie gefahren. Dort wurde ich herzlich von der gesamten Familie begrüßt. Mit diesem Tausch bin ich in eine reiche Einwanderfamilie der zweiten Generation gekommen. Meine Gasteltern verdienen ihr Geld auch durch die Landwirtschaft – doch im großen Stil. So kommt es, dass ich hier in einem Haus wohne, dass durchaus zu den besseren Häusern in Deutschland zählen könnte. Ich habe nicht um diesen Wechsel gebeten, freue mich jedoch jetzt auf die zweite Hälfte meines Aufenthaltes, welcher voraussichtlich sehr unterschiedlich von der ersten Hälfte werden wird. In diesem Umfeld ist nun vieles einfacher: Ich bekomme eine ausgewogene Ernährung; ich lebe in einem saubereren Umfeld; ich bekomme mehr Zuwendung durch die Familie (mein Spanisch hat sich in den letzten Tagen bereits sehr verbessert); ich lebe näher an meinem regulären Projekt und ich habe eine warme Dusche. Ich fühle mich auf jeden Fall für eine andere zweite Hälfte gewappnet.</p>
<p>In den Ferien arbeite ich noch in einem Projekt von Casa Esperanza (Haus der Hoffnung) in Volcán. Um das besser zu verstehen, sollte ich vorher einige Dinge erklären.<br />
Zuerst die weltwärts-Regeln: In einem Jahresprogramm von weltwärts, steht dem Teilnehmer ein Monat Ferien zu. Ich habe diese in Januar für meine Reise benutzt und soll deshalb im Februar wieder arbeiten. Dies geht aber nicht in meinem normalen Projekt, weil die Schulferien hier bis Ende Februar gehen. So sollte und wollte ich mir ein anderes Projekt suchen, sodass ich die Regeln erfüllend eine weitere Erfahrung machen und so das Leben von einigen Kindern beeinflussen kann.<br />
Zweitens: In den Chiriquí Highlands wird neben den typischen landwirtschaftlichen Produkten auch  Kaffee angebaut. Während der Kaffeeernte ziehen dann viele Wanderarbeiter mit ihren Familien auf die Farmen, um Geld zu verdienen. Nun lohnt es sich kurzfristig für sie, wenn auch die Kinder bei der Ernte helfen. Dadurch wird jedoch (und dies ist meine Einschätzung) für viele Kinder ihr Lebenslauf vorgezeichnet, weil sie normaler Weise in ihrem Elternhaus keine schulische Bildung bekommen und <a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/schule.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-380" title="Schule" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/schule.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>interaktive Fähigkeiten vernachlässigt werden. Nun hat die Regierung den Bau von einer Schule und einer Küche auf jeder Kaffeeplantage vorgeschrieben, sodass die Kinder eine Möglichkeit haben, einen anderen Weg zu gehen. Und genau an diese Stelle tritt Casa Eperanza, denn die Räumlichkeiten allein reichen nicht aus. Casa Esperanza bietet dort während der Erntezeit eine Art Sommerschule an und ich helfe mit einem anderen Freiwilligen im Februar.</p>
<p>Die Arbeit mit den Kindern ist anstrengend, macht aber sehr viel Spaß. Zwei Lehrerinnen unterrichten in zwei Klassenräumen abwechslungsreich verschiedene Basics (Buchstaben, Rechenoperationen, Naturkunde). Bei dieser Arbeit unterstützen wir die Kinder durch Gespräche, welches das Potenzial der Kinder besser hervor treten lassen soll. Außerdem basteln wir mit ihnen, machen Gruppenspiele, Gesprächsrunden und Traumreisen. Ich bin der Überzeugung, dass diesen Kinder trotz aller Schwierigkeiten – bei richtiger Förderung – alle Wege offen stehen. Als wir Gesprächsrunde über das Thema Arbeit gemacht haben, redeten wir mit ihnen über den Sinn von Arbeit. Anschließend sprachen wir über verschiedene Jobs (auch über die Berufe ihrer Eltern: Hausfrau und Landwirt). Als ich sie fragte, was sie denn mal werden wollen hatten wir <a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/ich-unterrichtend.jpg"><img class="size-medium wp-image-379 alignleft" title="Ich unterrichtend" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/02/ich-unterrichtend.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a>Feuerwehrmänner, Piloten, Lehrerinnen, Ärzte, Busfahrer, Verkäufer und Taxifahrer in der Runde! Ich kann diese Kinder nur einen kurzen Lebensabschnitt begleiten, hoffe aber, dass es Menschen gibt, die ihnen dabei helfen, ihre Fähigkeiten zu entdecken.</p>
<p>Hier in der Gesellschaft habe ich oft gehört, dass sich die Lebensumstände der indigenen Bevölkerung nicht verbessern werden – und es spricht auf den ersten Blick auch viel dafür (Gesundheitsprobleme, Unterernährung, Alkoholprobleme, geringe Schulbildung, soziale Abgrenzung). Doch ich hoffe, dass durch solche Kinder eine andere Zukunft möglich ist, denn große Veränderungen beginnen bei den einzelnen Menschen.</p>
<p>Für Kritik und Kommentare bin ich immer dankbar. Einfach weiter unten posten.</p>
<p>Lars</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/larsunterwegs.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/larsunterwegs.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/larsunterwegs.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/larsunterwegs.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/larsunterwegs.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/larsunterwegs.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/larsunterwegs.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/larsunterwegs.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/larsunterwegs.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/larsunterwegs.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/larsunterwegs.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/larsunterwegs.wordpress.com/375/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/larsunterwegs.wordpress.com/375/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/larsunterwegs.wordpress.com/375/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=375&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Schülerinnen am Fluss</media:title>
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		<title>Trip nach Costa Rica und Nicaragua</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 16:44:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, ich bin nun wieder in Panama angekommen – mit einem riesigem Rucksack an Erfahrungen! Ich war ursprünglich nicht sicher, ob ich überhaupt reisen soll, nach allen Dingen, die hier geschehen sind. Jetzt bin ich umso froher, dass ich es gemacht habe. Ich hätte nicht gedacht, dass drei Länder, die so nahe beieinander liegen, so [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=368&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/01/img_9287.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-371" title="Reiseutensilien" src="http://larsunterwegs.files.wordpress.com/2011/01/img_9287.jpg?w=150&#038;h=112" alt="" width="150" height="112" /></a></p>
<p>Buenas,</p>
<p>ich bin nun wieder in Panama angekommen – mit einem riesigem Rucksack an Erfahrungen! Ich war ursprünglich nicht sicher, ob ich überhaupt reisen soll, nach allen Dingen, die hier geschehen sind. Jetzt bin ich umso froher, dass ich es gemacht habe. Ich hätte nicht gedacht, dass drei Länder, die so nahe beieinander liegen, so unterschiedlich sein können und jedes auf seine Art einen unwiderstehlichen Scham hat. Costa Rica war wunderschön! Nicaragua ist großartig von der Landschaft und einzigartig im Erleben! Ich habe mich an einem ausführlichem Reisebericht versucht, wer auf „Lies mehr“ klicken sollte, sollte auch auf mehr gefasst sein <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Immerhin handelt es sich um 18 gefüllte Tage meines Lebens.</p>
<p><span id="more-368"></span></p>
<p><strong>Tag 1, Dienstag den 11. Januar 2011:</strong><br />
Ich habe die letzte Nacht mit Tobi beim Willem zu Hause verbracht. Mit den beiden Reisegefährten haben wir uns schon mal auf die große Reise eingestimmt und im LonelyPlanet über unsere zukünftigen Stationen gelesen und unser Reisegepäck überprüft. Ich hatte mit allen notwendigen Sachen nur einen mittelgroßen Wanderrucksack gefüllt, der anschließend neben zwei großen Reiserucksäcken stand. Ich kann aber sagen: Ich habe während der gesamten Reise nichts vermisst, was in einen Rucksack gepasst hätte. Besitz drückt buchstäblich auf den Schultern. Nun ging es früh morgens auf die Reise. Als letzte Hürde gingen wir noch zu unserer Komitee-Chefin um den letzten Papierkram zu erledigen. Diese war in den vergangenen Wochen wenig konstruktiv bei unseren Reisegedanken, wünschte uns jetzt aber eine gute Reise. Dann ging es mit dem Bus in die Nähe der Grenze zu einem Freund aus Deutschland, der dort seinen Schüleraustausch macht. Nachmittags kamen wir in Puerto Armuelles an und hielten uns bei meinem Freund auf, wo wir freundlich aufgenommen wurden und gutes Essen bekommen haben. Anschließend gingen wir zum nahe gelegenen Strand. Dort sahen wir zum ersten Mal Affen in freier Wildbahn. Und es waren Brüllaffen! Wieso ich das weiß? Weil Brüllaffen brüllen. Man kann sie schon aus großer Entfernung hören und dann aus kurzer Distanz sehen. Ich war beeindruckt von der Leichtigkeit mit der sich diese Tiere in den Bäumen fortbewegen (und sollte es fast jeden Tag auf der Reise sein, denn ich glaube es ist kein Tag verstrichen, an dem wir keinen Affen gesehen haben). Abends genossen wir den Sonnenuntergang auf einem alten Anlegesteg. Diese Stadt stellte in der Vergangenheit einen wichtigen Hafen im Pazifik dar, welche jetzt aber nicht mehr dazu genutzt wird (Jetzt gibt es eine große Öllöschanlage, wo Tanker Öl abladen können und so durch Panama transportiert wird. Für mich ist es der zweite Panamakanal.). So besitzt die Stadt schöne alte Bauwerke, die von vergangenen Zeiten erzählen. Als wir wieder im Haus waren, kochten wir für alle: Nudeln mit Tomatensoße – von denen es in der Zukunft noch viel geben sollte und beschlossen den Abend mit einer gemeinsamen letzten Rasur. Die Übereinkunft: solange wir auf Reisen sind, wird sich nicht rasiert.</p>
<p><strong>Tag 2, Mittwoch den 12. Januar 2011:</strong><br />
Diesen Tag ging es früh morgens weiter, nachdem wir uns in der Nacht mit Mäusen und Mücken bekriegten. Fast vor dem Aufstehen standen wir auf &#8211; um den ersten Bus zu bekommen. Auf dem Weg konnten wir den Sonnenaufgang über weiten Feldern aus dem Fenster aus sehen, welches uns einen ersten Eindruck der Naturwunder gab, die wir auf unserer Reise zu sehen bekommen sollten. Als wir in der Grenzstadt zwischen Panama und Costa Rica ankamen (Paso Canoas), mussten wir uns um die Aus- und Einreise kümmern. Als wir an dem Grenzposten von Panama standen, mussten wir Bürokratie über uns ergehen lassen, mit der wir als Deutsche gut zurecht gekommen sind. Anschließend ging es schnell durch die Einreise und dann in einen Bus in die Hauptstadt von Costa Rica (San José). Wir gingen nicht davon aus, dass es zwischen den nahe gelegenen Ländern einen Zeitunterschied gibt und so waren wir überrascht, als unser Bus nicht kam. Als wir von dem Zeitunterschied hörten, wurde uns auch klar, warum der Mann am Schalter uns ein Ticket für eine Uhrzeit verkaufen wollte, die bereits auf unserer Uhr verstrichen war. Als wir dann im Bus saßen ging es über einen Bergpass nach San José. Die Straßen waren besser, als wir erwartet hätten. Das hinderte das Wetter nicht, Teile der Straße zu entfernen. Steine auf der Fahrbahn und weggebrochene Fahrbahnstücke waren öfters zu sehen. Doch was mich wirklich beeindruckt, ist folgendes: man braucht nicht unbedingt in die Türkei zu fahren, um Busfahrer zu finden, die aus einem Bergpass eine Rennstrecke machen. Man findet sie auch in Mittelamerika. Einige Überholmanöver scheinen den Gesetzen der Physik zu widersprechen. All dies hinderte mich jedoch nicht daran die Schönheit des Landes zu sehen. Breite Flussbetten. Gestaffelte Gebirgskämme. Regenwald am Straßenrand. Abends kamen wir in der Hauptstadt an und nahmen ein Taxi zum AFS-Büro, in welchem wir uns mit einem Freund trafen, bei dem wir wohnen konnten. Nach einer kleinen Bürotour, bei der wir auch den Chef von AFS-Costa Rica trafen, wurden wir von seinem Gastbruder abgeholt und herzlich in seiner Familie aufgenommen. Mit seinen beiden Gastbrüdern sind wir zu sechst abends noch in zwei Bars gegangen. Dort gab es Imerpial als Bier zu trinken. Wer hat den Ticos (so nennt man umgangssprachlich die Leute aus Costa Rica) beigebracht Bier zu brauen? Sie verstehen sich auf jeden Fall darin!</p>
<p><strong>Tag 3, Donnerstag den 13. Januar 2011:</strong><br />
Nach einer kurzen Nacht (welches typisch für uns werden sollte) brachen wir ins Zentrum der Stadt auf. Ich finde diese Stadt wunderschön. Sie besitzt zwar nicht viele altehrwürdige Bauwerke, noch versucht sie durch Prunk zu bestechen. Sie ist auf die Weise schön, wie ich Berlin schön finde. Sie ist eine dynamische Stadt mit einer nur zu erahnenden Vielfalt der Leute, die dort wohnen. Durch die Straßen laufend wurde uns klar, dass wir mit der Kleidung, die wir für unseren Trip mitgenommen haben, eindeutig auffallen. Für uns Drei, die wir nun ein halbes Jahr auf dem Land lebten, war dieser westlicher Lebensstiel bereits mehr etwas konfrontierendes, als etwas uns aufnehmendes. Ich genoss es dennoch. Am Nachmittag sind wir in die nahe liegende Stadt Heredia gefahren, in der wir umher bummelten und uns auf dem zentralen aufhielten. In einer Seitenstraße habe ich ein Graffiti gesehen: Igualdad en la diversidad (Gleichheit in der Vielfalt), und habe mich sehr darüber gefreut. Zurück ging es dann in einem Zug, aus dem wir den Sonnenuntergang zwischen Häusern und Wäldern sehen konnten. Abends feierten wir dann noch in Willems Geburtstag hinein. Das erste Lokal machte bereits früh zu, sodass wir weiter fuhren und dann zu seinem 20. anstoßen konnten.</p>
<p><strong>Tag 4, Freitag den 14. Januar 2011:</strong><br />
Heute ging es früh weiter mit unserer Reise. Mit meinem Tico-Freund und den beiden Abenteurern fuhren wir nach Manuel Antonio, einem Ort an der Pazifikküste, an dem es schöne Strände gibt und einen gut erschlossenen Nationalpark. Auf dem Weg unterhielt ich mich mit einen Österreicher, der vor vielen Jahren nach Costa Rica ausreiste und heute verschiedene Reisen durch das Land anbietet. Seine Worte waren faszinierend: wie ein Mann alles hinter sich lassen und ins Ungewisse aufbrechen kann! Er scheint nicht mehr zu besitzen, als er zum Leben braucht; ihm scheinte jedoch nichts zu fehlen. An der Küste angekommen suchten wir uns ein Hostel; und der Besitzer war zufälliger Weise Deutscher. Das Hostel war eine gemütliche Oase mit angenehmen Mitreisenden, von der wir dann zum Strand aufbrachen. Dort konnten wir hellen Sand, blaues Wasser und warme Sonne genießen und ich habe das eine oder andere Nickerchen gemacht. Anschließend haben wir Willems Geburtstag am Strand gefeiert. Sonnenuntergang über dem Meer mit einem Bier.</p>
<p><strong>Tag 5, Samstag den 15. Januar 2011:</strong><br />
Diesen Tag ging es zur Überraschung Aller erneut früh los, denn es sind nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern pro Tag im Nationalpark erlaubt – und wir wollten zu diesen zählen. Auf den ersten Metern schienen sich die Tiere versteckt zu haben, sodass wir „nur“ durch eine atemberaubende Flora gingen. Jedoch sahen wir kurze Zeit später Faultiere. Zuerst eins, dann immer wieder mehr (wenn ich mich nicht irre, sind es die drei fingrigen Faultiere), die über unseren Köpfen in den Baumkronen ruhten. Als biologisch angehauchter Betrachter stellte sich mir die Frage, wie die Natur diese Tiere hervorbringen konnte. Sie scheinen selbst beim Hangeln zu ruhen. Der Regenwald ist ein komplexes System, das aus wunderbaren Lebewesen besteht. Und in der Natur geschehen die Dinge einfach, ohne nach Gesetzen zu fragen (wenn hier vielleicht auch menschliche Erklärungsversuche einen Hinweis geben könnten). Wir gingen weiter und sahen viele Affen. Als sie über die Äste kletterten und von dünnem Ast in ein Geflecht dünner Äste sprangen erinnerte ich mich an einen Gedanken zum Höhenschwindel. Wenn man an einem Abgrund steht und hinunter schaut (manchmal braucht man sich das auch nur vorstellen) kann man von einem mulmigen Gefühl befangen werden. Als Schutzmechanismus kann ich es mir nicht sinnvoll vorstellen, denn weiche Knie helfen am Abgrund nicht und mir fällt keine sinnvolle Erklärung ein, als dass es ein Abglanz jenes Gefühls ist, welches unsere behaarten Vorfahren hatten, bevor sie sich von Ast zu Ast stürzten. Wir stürzten uns auf jeden Fall an verschiedenen Stränden in die Wellen. Nachmittags hieß es dann auch schon wieder Abschied nehmen und wir fuhren zurück nach San José. Auf dem Weg hielten wir am Río Tárcoles, wo wir bereits auf dem Hinweg aus dem Bus Krokodile sahen. Jetzt konnten wir von einer Autobrücke die gewaltigen Tiere unterhalb am Flussbett liegen sehen (es handelt sich hierbei um American Crocodile, die fast 3 Meter groß werden). Ich war beeindruckt (mal wieder) von der Anmut, den Tiere in freier Wildbahn ausstrahlen. Nachdem wir dachten, dass wir den letzten Bus verpasst haben, hielt glücklicher Weise doch ein Bus, der uns bis in die Hauptstadt brachte, wo wir spät abends ankamen und abgeholt wurden. Erschöpft fiel ich auf die Matratze.</p>
<p><strong>Tag 6, Sonntag den 16. Januar 2011:</strong><br />
Heute wollten wir eigentlich als letzten Tag in Costa Rica Kraft und Ruhe tanken, bevor es nach Nicaragua ging, die Familie wollte uns aber noch mehr von dem Land zeigen und so fuhren wir zu dem Vulkan Irazú. Auf dem Weg sahen wir einen alten Toyota. 5Sitzer. Wie viele Leute können damit fahren? Offiziell 5. Wenn man sich auf der Rückbank quetscht, könnten es auch 6 werden. Dieses fahrende Auto sah aus wie bei einer Wette bei Wetten, dass..?. Kofferraum voll. Rückbank gestapelt. Mehr als ein Beifahrer. Und so fuhren sie an der Polizei vorbei. Wir wurden darüber belehrt, dass es die Verkehrspolizei und die normale Polizei gibt, an welcher wir auch vorbei fuhren. Wie kann so etwas möglich sein? Als wir am Ende der Straße ankamen und parkten, wurden wir aufgefordert doch so zu parken, dass man im Notfall schnell losfahren kann. Was das heißen soll? Wir konnten jedoch ungestört einen Krater begehen und in einen anderen Krater sehen. Von dem höchsten Punkt aus konnte man einen anderen Vulkan sehen, der gerade rauchte. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei einer alten Kirche. Das war wohl unser Tag zum Kraft und Ruhe tanken – wir tankten auf jeden Fall neue Eindrücke! Anschließend planten wir die weitere Reise in Nicaragua.</p>
<p><strong>Tag 7, Montag den 17. Januar 2011:</strong><br />
Früh ging es heute zum Busterminal, wo wir trotz großem Zeitpuffer den vorgesehenen Bus verpassten. Also hieß es warten. Zu unserem Glück fuhr der folgende Bus auch früher los, sodass wir früh an der Grenze von Nicaragua angekommen sind (Peñas Blancas) und die Emigration aus Costa Rica schnell hinter uns bringen konnten. Hier wurden wir bereits von Geldwechslern umringt. Dabei war auffallend, dass alle aufdringlichen Wechsler den selben Kurs anboten. Als wir einen unscheinbaren Mann fragten, der am Rand saß und das treiben beobachtete, bot er uns einen weit besseren Kurs und so tauschten wir einige Dollar in die Währung Nicaraguas: Córdoba.</p>
<p style="text-align:center;">Benannt nach einem Mann, der dieses Land für die Spanier besiedelte. Das soll nicht heißen, dass hier vorher keine Menschen lebten. Aber die später rivalisierenden Städte Granada und León wurden durch ihn für Spanier gebaut und die umliegenden indigenen Bewohner ausgebeutet. Der Gründungsversuch einer Stadt in der Nähe der heutigen Hauptstadt Managua wurde durch die Bevölkerung verhindert, sodass sich die Spanier an ihnen rächten.</p>
<p>Danach muss man einen Kilometer laufen, bis man zum nicaraguanischen Grenzposten kommt. Dort wurden wir von „offiziellen Touristenführern“ angesprochen, die uns durch den Prozess leiten wollten. Lonely Planet schreibt dazu: „Hordes of totally useless touts will offer to &#8216;guide&#8217; you through the simple crossing“, und so haben wir es auch empfunden. Uns wurde von dem Führer, der sich für uns verantwortlich fühlte, auch ein Taxi angeboten, welches uns bis zu unserem ca. eine Stunde entferntem Ziel (San Jorge) fahren sollte. Für nur 25 $. Wir hatten aber bereits vereinbart mit dem Bus zu fahren und zahlten mit anschließender kurzer Taxifahrt 1,50 $. Was ich jedoch gut finde: Jeder, der sich so seinen Unterhalt verdienen kann, ist nicht darauf angewiesen zu rauben. Wir hörten zum Beispiel auf Spanisch, als sich zwei Jungs an der Grenze rauften: „Schlagt euch nicht. Schlagt doch lieber einen Ausländer“. Als der Bus los fuhr erhob ein freundlicher Mann im vorderen Teil seine Stimme und begann aus der Bibel zu lesen. Ich war beeindruckt, dass dieser Mann unter diesen Umständen Menschen von Gott erzählen wollte. Ich redete kurz mit ihm und ich hoffe, dass er ein Vorbild für junge Menschen in der Gegend sein kann. Unabhängig welche Einstellung man zum christlichen Glauben hat, finde ich es gut, dass dieser Mann sich für die Bevölkerung einsetzte und ihnen von humanen Werten erzählte (ich habe in 6 Monaten Panama die Erfahrung gemacht, dass die meisten freundlichen und offenherzigen Menschen entweder Christen sind, oder Austauscherfahrung hatten). Im Bus lernten wir zwei deutsche Mädchen kennen, die bis nach Mexiko reisen wollten. Wir fuhren mit ihnen auf die Insel Isla de Ometepe (welche die Partnerinsel von Herne ist) im Lago de Nicaragua. Diese Insel ist durch den Ausbruch zweier Vulkane entstanden, die noch heute das Bild dieser Insel prägen. Von dem Boot aus kam mir das Lied „Eine Insel mit zwei Bergen, und &#8216;nem tiefen blauen Meer“ in den Sinn und begann zu singen. Bald stellte sich durch lachen heraus, wer auf diesem Boot alles Deutsch sprechen kann. Kurz bevor wir anlegten ereignete sich eine kuriose Szene: Einige starke Männer rannten auf das Boot ohne für uns erkennbaren Grund. Sie musterten uns flüchtig und liefen weiter. ?? In der Dorfschaft Mayogalpa angekommen gingen wir in ein gemütliches Hostal (Hostpedaje Central – El indio viejo), welches meiner Vorstellung einer Hippiekommune nahe kommt. Die Betten waren einfach, aber der Gesamteindruck war sehr entspannt und für 3,50 $ pro Nacht haben wir sofort zugesagt. Wir gingen dann ein wenig durch die Stadt spazieren und kauften uns eine Ananas zum Abendessen. Am Hafen angekommen, sahen wir einen weiteren unvergleichlichen Sonnenuntergang! Ich  war mal wieder von dem Effekt verwundert, wie groß die Sonne aussieht. Wenn sie jedoch auf dem Display der Kamera erscheint, meint man, dass die Kamera sich irren muss. Ich hielt also meinen Daumennagel neben die Sonne und merkte mir, wie groß die Sonne daneben ist, machte ein Foto und stellte fest, dass das Verhältnis gleich auf dem Foto ist. Also muss uns die Sonne, wenn sie am Horizont steht, uns einfach nur größer erscheinen (an der Netzhaut kann es ja nicht liegen). Merkwürdig. Das änderte jedoch nichts an der Schönheit dieses Moments! Als wir im Hostel ankamen, aßen wir alle Ananas zu Abend und unterhielten uns bis in die Nacht hinein.</p>
<p><strong>Tag 8, Dienstag den 18. Januar 2011:</strong><br />
Heute wollten wir die Insel erkunden. Motorräder wären schön gewesen – man stelle sich nur eine Vesper am Hang eines Vulkans auf einer einfachen Straße vor – war für uns als AFSler jedoch nicht möglich. So entschieden wir uns für die ökonomische und ökologisch sinnvollere Variante: das Fahrrad. Mit diesem fuhren wir am Hang des Vulkan Volcán Conceptión entlang und ließen uns am Strand an der Laguna Charco Verde nieder. Von dort beginnt einen Wanderweg, der verschiedene schöne Aussichtspunkte hat. Wir entschieden uns diesen Weg zu machen und trafen erneut auf die beiden Mädchen. Also bestritten wir den Weg zusammen, der uns zuerst durch ein überschwemmtes Stück führte. Als wir zwischen den Bäumen durch die bis-zum-Bauchnabel-reichende-Brühe warteten, erzählte uns Tobi von den Haien im See. Auf der anderen Seite angekommen, begann ein einfacher Wanderweg, der uns an Affen und White-throated Magpie-Jays (ein großer weiß-blauer Vogel mit „hoch gegelten Haaren“) entlang führte. Am Ende angekommen, hatte man eine klare Sicht auf beide Vulkane. Auf dem Rückweg trafen wir einen Fischer, der gerade auf dem Heimweg war. Dieser erzählte uns, dass man auf der Insel von morgens früh bis nachmittags arbeite und sich danach ums Abendessen kümmere: Fisch. Am Strand angekommen verweilten wir dort ein wenig, bis wir uns in gleißender Sonne auf den Rückweg machten. Abends hielten wir uns nochmals am Hafen auf und ließen den Abend gemütlich ausklingen.</p>
<p><strong>Tag 9, Mittwoch den 19. Januar 2011:</strong><br />
Diesen Tag wollten wir den anderen Teil der Insel sehen, und entschieden uns für das Dorf San Ramón, das am Hang des Vulkans Volcán Maderas liegt. Von dort aus soll ein schöner Wasserfall erreichbar sein. Als wir morgens zur Bushaltestelle aufbrechen wollten, mussten wir nur noch die letzte Hürde nehmen: der Hostalbesitzer. Dieser freundliche, aber durchaus unaufmerksame Mensch hatte einen Beutel mit Wertsachen verlegt und suchte ihn auf unser Bitten. Er erklärte uns, dass es nur zwei Stellen gäbe, an denen er Wertsachen lagere. Also schaute er flüchtig in die erste, fand nichts und schaute in die zweite. Auch hier fand er nichts, also schaute er in der ersten Stelle sorgfältig. Da hier definitiv nichts war, musste der gesuchte Beutel ja an der zweiten Stelle liegen. Doch nach gründlichem Suchen fand er auch dort nichts. Also schaute er wieder an der ersten Stelle nach und wiederholte diesen Vorgang, bis unser Zeitpuffer aufgebraucht war. Was geschah? Erst vertröstete er uns und sagte, er wolle weiter suchen und wir sollen später erneut kommen. Die Vorstellung dieser Sisyphusarbeit machte mich traurig. Kann man diesen Mann wirklich mit einer Karte beschäftigen, auf dessen beiden Seiten „Bitte wenden“ steht? Außerdem ging es um Wertsachen, daher gaben wir ihm zu verstehen, dass er „außerhalb der Box“ nachdenken solle. Dann schaute er an Ort C nach und brachte uns den Beutel. Glücklicher Weise erreichten wir trotzdem den Bus und fuhren los. Kurze Zeit, nachdem die einfache Straße eine Schotterpiste wurde, platzte dem Bus ein Reifen. Das Fahrer-Gehilfe-Gespann hatte jedoch eine Routine im Reifenwechsel, sodass wir nach einer kleinen Pause weiter fahren konnten. Als wir an dem Ort ankamen, wo der Wanderweg zum Wasserfall beginnt, fragten wir nach einer Unterkunft: 90 $. „Ich glaube die spinnen die Römer“. Wir gingen einige Meter weiter und fanden eine nette Familie, die einige Zimmer vermietet und ihr Gäste bekocht. Wir zahlten 15 $ für ein sauberes Dreibettzimmer mit eigenem Bad. Dieses Hostal (Hospedaje la Cascada) ist mein Geheimtipp der ganzen Reise! Wir gingen kurz darauf zum Wasserfall. Ich war noch nie in der Toskana, doch so stelle ich sie mir vor wie der erste Teil des Weges. Der weitere Weg führte uns durch Regenwald, bis plötzlich aus großer Höhe ein seidener Faden aus Wasser in die Tiefe stürzte. Dort gingen wir baden genossen die Abenddämmerung, mussten uns daher schnell wieder um den Abstieg kümmern, denn es war im Begriff dunkel zu werden. Wir sahen den Sonnenuntergang auf halber Höhe über dem Meer und gingen im Zwielicht bis zum Hostal zurück. Dort aßen wir gut und genossen den Abend direkt am Meer. Dabei unterhielten wir uns über Eigenarten der deutschen Sprache, da wir Vertreter aus vielen Teilen hatten. Wie heißt dieses Ding mit Kernen, was übrig bleibt, wenn man einen Apfel gegessen hat? Oder was für Ausdrücke gibt es für „über den Durst getrunken haben“?</p>
<p><strong>Tag 10, Donnerstag den 20. Januar 2011:</strong><br />
Ich wollte diesen Morgen den Sonnenaufgang sehen und stand daher früh auf und machte einen Spaziergang durch die Siedlung. Mein Weg führte mich an dem Evakuierungsplatz vorbei, der über die ganze Insel ausgeschildert war und an vielen arbeitenden Bewohnern der Insel, die einen freundlichen Gruß auch erwiderten. Nach einem guten Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Altagracia, von wo wir mit einem Boot direkt nach Granada übersetzen wollten. Jemand meinte einmal, dass heute dieses Boot käme und so planten wir die gesamte Fahrt durch, um dieses erhoffte Boot zu erreichen. Als wir dort ankamen schauten wir auf dem Bootsplan nach, den wir immer bei uns hatten und merkten, dass das Boot erst morgen Abend kommen würde. So ging es nach dem Motto „irgendwie wird es schon klappen“ weiter. Wir fanden in der Nähe der Laguna Charco Verde einige Unterkünfte im LonelyPlanet und fuhren nach einem kurzen Aufenthalt mit dem Bus dorthin. Beim Aussteigen habe ich mir mein Knie gegen eine Metallkante gestoßen, sodass ich für eine kurze Zeit dachte, dass meine Kniescheibe nun deplatziert ist. Es blieb jedoch bei einem Schreckmoment. Das erste Hostal war eigentlich schon ausgebucht. Als wir daher gehen wollten, murmelten die Besitzer etwas von wegen Dachboden. Wir ließen uns ihn zeigen: ein großer Raum – voller Unrat im ersten Geschoss mit großem Balkon. Wir fragten, ob wir denn nicht auf dem Balkon schlafen können. So kam es, dass wir ein riesiges Matratzenlager mit Meersicht zum Nächtigen hatten. Wir lasen, gingen schwimmen und aßen unsere Vorräte, bis die Nacht über uns herein brach.</p>
<p><strong>Tag 11, Freitag den 21. Januar 2011:</strong><br />
Heute ging es nach vier Stunden Schlaf erneut mit dem ersten Bus nach Moyogalpa, um dort das erste Boot zum Festland zu nehmen. Auf dem Boot angekommen überkam uns der fehlende Schlaf. Also wechselten wir uns mit der Gepäckwache ab, bis wir am Festland ankamen. Dort nahmen wir den öffentlichen Bus und stiegen in Rivas in einen Bus nach Granada ein. Dort sind wir in der Nähe des Marktes ausgestiegen. So führte uns der Weg ins Zentrum am Hospedaje Esfinge vorbei, welches uns von außen einladend erschien. Sauberes 5Er Zimmer für 20 $ pro Nacht. Schöner Altbau mit hohen Decken. Küche. Stiller Hof. Ehemaliges Haus des honduranischen Präsidenten. Genommen. Anschließend ging ich frühstücken und dann erkundeten wir die neue Stadt.</p>
<p style="text-align:center;">Wer aufmerksam gelesen hat, weiß jetzt auch, wer diese Stadt gegründet hat. Córdoba. Und auch, dass diese konservative Stadt mit León im Streit stand. Letztere engagierte William Walker, einen Mann mit starkem Sendungsbewusstsein aus den USA um den ausgebrochenen Bürgerkrieg für León zu gewinnen. Nachdem dieser die Stadt mit seinen Männern eingenommen hat, erklärte er sich als Präsident Nicaraguas und fiel in Costa Rica ein und wollte nun Herrscher ganz Mittelamerikas sein. Nun wurde er zurück in die USA gejagt. Bevor er Granada verließ, zündete er die Stadt an (1855). Daher sind die Altbauten, die heute zu bewundern sind restauriert worden (welches ihnen einen besonderen Charme verleiht, da Bewohner der Stadt diese Altbauten anscheinend wertschätzten – und nicht nur Ausländer mit viel Geld).</p>
<p>Wir schauten uns den zentralen Platz an und liefen eine Promenade mit edlen Cafés und Hotels zum See entlang. Dort trafen wir einen englischsprachigen Ausländer, der sich nicht mit seinem Fahrer verständigen konnte und ihm so nicht sagen konnte, dass er eigentlich an einen 100 km entfernten Ort kommen möchte. Es gibt viele Touristen, die es ohne Sprachkenntnisse geschafft haben, aber dieses Beispiel zeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn man wenigstens ein wenig kann. Als wir weiter liefen, erreichten wir eine Kirche von der man einen weitläufigen Überblick über die gesamte Stadt hatte. Anschließend stießen wir auf ein Geschäft für Hängematten und beim Betreten waren wir überrascht von der Vielfalt der Hängematten, welche augenscheinlich im Nebenraum hergestellt werden. Nachdem ich mich mit einem Angestellten unterhalte habe, trat die Eigentümerin zu uns und erklärt uns auf fließendem Deutsch das Projekt: Kinder mit einem Handicap stellen hier Hängematten zu einem guten Lohn her und bekommen Unterstützung durch das Projekt. Die Hängematten werden anschließend geprüft und verkauft. Derzeit nur in diesem Geschäft, jedoch sollen sie auch in Europa verkauft werden. Ich habe mich über den Stolz der Arbeiter und ihre Offenheit gefreut. Nach einem Rundgang über den Markt vor unserer Tür (wer den Film „Das Parfüm“ kennt, sollte an den Markt am Anfang denken), welcher allerlei Früchte, Fleisch und Alltagsgegenstände bot fingen wir an zu kochen und kochten ohne Rezept vielleicht die besten Nudeln mit Hühnchenbrust und Gemüse, die ich je gegessen habe (oder es lag an dem Unterschied zu dem sonstigen Essen). Ein schöner Tag ging zu ende.</p>
<p><strong>Tag 12, Samstag den 22. Januar 2011:</strong><br />
Mein Frühstück bestand heute aus: 5 Bananen, 1 Ananas, Haferflocken und Milch. Das für 1,50 $. Anschließend liefen wir ein wenig über den Markt und fuhren dann in die nahe gelegene Stadt Masaya. Dort kauften wir einige Souvenirs und einigten uns darauf, dass wir uns in dieser Art, wie der Rest der Stadt lateinamerikanische Städte vorstellten. In Granada angekommen aßen wir noch einige Früchte und gingen abends auf den zentralen Platz, wo eine Band Musik spielte. Ich genoss die Wärme in der Nacht und die freundliche Umgebung. Als die Band ihre Vorführung beendete, verweilten wir noch einige Zeit auf dem Platz, wo uns zum wiederholten Male Drogen angeboten wurden. Dieser Mann fühlte sich anscheinend durch unser Nein gekränkt und wurde unangenehm, bis er von selber wieder ging. Ich bin gegen Drogen! Zum einen gibt es viel Gewalt im Zusammenhang mit diesem Geschäft (man muss nur in die Tageszeitung in Panama schauen – sonst kann man auch im Miami Herold Gruselgeschichten lesen), sodass ich nicht Teilschuld auf mich laden möchte. Zum anderen bin ich gegen die berauschende Wirkung: zum Entspannen gibt es bessere Möglichkeiten und einen Rausch brauche ich nicht. Man kann das spießig finden – dazu stehe ich aber!</p>
<p><strong>Tag 13, Sonntag den 23. Januar 2011:</strong><br />
Heute wollten wir zu einer Lagune in einem Vulkankrater (Laguna de Apoyo) fahren und haben nach einem fruchtbaren Frühstück einen Bus genommen. Anschließend sind wir mit einem Taxi, welches eher an einen Golfcaddy erinnerte, an die Lagune gefahren. Dort gingen wir schwimmen und konnten eine herrliche Aussicht auf die uns umgebenen bewaldeten Wände genießen. Als wir gerade aufbrechen wollten trat ich mit einem Fuß an eine Stelle, wo viele Ameisen waren. Sofort stach mein ganzer Fuß und ich rannte ins Wasser. Dieser Fehltritt hinterließ sichtbare Spuren. Haltet euch von Ameisen fern! Die Rückfahrt war wieder angenehm und hatte etwas von einer Safari. Man konnte aus dem Gefährt Dinge sehen, die man in ihrer Art schon mal gesehen hatte, in ihrem direkten Erfahren jedoch einzigartig bleiben. Im Hostal angekommen bekochten uns die beiden Mädchen, die bis heute unsere Reise begleitet haben, zum Abschied. Es gab Burritos, für jeden ca. 10 und das für 2 $. Danach setzten wir uns noch zusammen und mussten uns verabschieden, denn für sie ging es weiter nach Mexiko und für uns schon wieder Richtung Panama.</p>
<p><strong>Tag 14, Montag den 24. Januar 2011:</strong><br />
Heute ging es in aller Frühe zurück nach San José. Bus nach Rivas. Bus nach Peñas Blancas. Auschecken aus Nicaragua. Einchecken in Costa Rica. Alles ging so reibungslos, sodass wir die meiste Zeit beim Ticketkauf benötigten. Als wir einmal im Bus saßen ging alles ganz schnell die nächsten Stunden. Es ist verwunderlich, wie die Routine lange Zeiträume zu kurzen Ereignissen zusammen fassen kann. Früher war eine 5stündige Fahrt in den Urlaub anstrengend; jetzt ist ein ganzer Tag in Bussen nichts aufregendes mehr.</p>
<p style="text-align:center;">Thomas Mann ließ Hans Castrop denken, wie abwechslungsreiche Tage auf kurze Sicht schnell vorüber gehen. Wenn es aber lange Zeit so weiter geht, gehe die Zeit jedoch nicht vorüber. Während eintönigen Tagen scheint die Zeit zuerst nicht zu verstreichen, auf lange Sicht verfliegt sie jedoch. Wieso mir das gerade jetzt einfällt? Weil bei uns genau durch so viele Ereignisse die Zeit am Tag schnell verging, unserer Reise aber nicht zu enden schien. Im Bus war es anders herum: die vertrauten langen Busfahren gingen sehr schnell vorbei.</p>
<p>In San José nahmen wir zuerst ein Taxi uns ließen uns dann vom Gastbruder meines Freundes abholen. Mit der Familie überlegten wir nun, was wir in den kommenden Tagen machen können. Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns für Tortuguero, einem sehr abgelegenem Nationalpark an der Karibik. Nun versuchten wir ein wenig Schlaf zu bekommen, was de facto zum Scheitern verurteilt war, da es bereits spät war und unser Bus früh fahren sollte.</p>
<p><strong>Tag 15, Dienstag den 25. Januar 2011:</strong><br />
Nun stand uns die Anfahrt nach Tortuguero bevor. Dazu wurden wir zum entsprechenden Busterminal gebracht (in San José gibt es nicht einen Busbahnhof, sondern viele kleine), von wo wir einen Bus nach Cariari nahmen, um dort einen Bus nach Pavona zu erwischen. Nun muss man mit einem kleinen Boot einen Wasserweg durch den Regenwald bis nach Tortuguero nehmen. Wir waren auf das Schlimmste gefasst, fanden dann jedoch gut ausgestattete Boote vor, die uns für 3 $ gerne mitnahmen. Auf der Bootsfahrt konnte man schon viel von der Natur sehen. Wir sahen eine Schildkröte (Black River Turtle), verschiedene Reiher und mehrere Emerald Basilisks (sie werden umgangssprachlich auch „Jesus Christ“ genannt, weil sie jenen Tieren sehr ähnlich sind, die durch schnelle Bewegung der Beine über Wasser laufen können.). Nach einer abwechslungsreichen Fahrt kamen wir endlich im Dorf an und fanden ein nettes abgelegenes Hostal mit Küche, welches den Ruhepunkt zwischen unseren Exkursionen darstellen sollte. Nachdem wir uns dort soweit häuslich eingerichtet haben, gingen wir am Strand spazieren. Das erste Mal Karibik für mich! Es war nicht der paradiesische Strand aus Filmen, aber sehr interessant. Dort gab es nämlich allerlei große Löcher im Boden mit Eierschalen am Grund. Es ist nämlich so, dass an diesem Ort vier verschiedene Schildkröten an Land kommen und ihre Eier ablegen. Dazu graben sie ein Loch, legen die Eier ab und schaufeln ein wenig Sand hinein. Wir konnten dieses Ereignis nicht sehen, aber die Spuren waren gigantisch: Löcher im Durchmesser der eigenen Körpergröße! Und wie an bisher jedem Strand gab es eine Menge Krebse. In der Stadt selber war es sehr ruhig und so konnten wir ungestört unseren Einkauf machen: Nudeln mit Tomatensoße. Bevor wir schlafen gingen, jagten wir noch einige Mücken, suchten alle Ecken des Zimmers nach Tieren ab, hängten das Essen mit Bändern unter die Decke und hüllten uns in eine Wolke aus Anti-Mücken-Spray.</p>
<p><strong>Tag 16, Mittwoch den 26. Januar 2011:</strong><br />
Um 6 Uhr führte uns eine Bootstour in die entlegenen Ausleger des Flusssystems. Ein recht schweigsamer Führer begleitete uns in einem Ruderboot auf dieser Tour. Während der ersten Zeit konnte man wenig von der Fauna sehen, denn in diesem Bereich fahren auch die Motorboote, welche einen höllischen Lärm machen, wenn man gerade an das Flüstern des Waldes gewöhnt ist. Als wir jedoch einen Ausleger betraten, der für Motorboote nicht zugänglich war, so konnten wir viele Reiher, Kaimane (Spectacled Caiman), Affen (Spider Monkey, White-faced Monkey, Mantled Howler Monkey), Schmetterlinge (Blue Morpho) und kleine grüne Papageien (ich glaube es waren White-fronted Parrots) sehen. Zwei große grüne Papageien zogen über unsere Köpfe hinweg, die geradewegs aus einem Piratenfilm entflohen sein könnten (Great Green Macaw). Nach vier Stunden voller Eindrücke kamen wir wieder am Anleger an und waren uns einig, dass dies ein unbeschreibliches Erlebnis, von dem Worte und Bilder nur ein Abglanz sein können. Nach einer kleinen Pause zog es uns auf einem Fußweg durch einen anderen Teil des Nationalparks. Dort sah ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Tukan! Wer diese Vögel (Keel-billed Toucan) von der Kelloggspackung kennt, kann nachvollziehen, dass ich ihren ersten Flug sehnsüchtig erwartete, denn dieser riesige Schnabel stellt bestimmt eine Herausforderung beim Fliegen dar (ich hatte den Verdacht, dass sie vielleicht wie Pfeile zu Boden schießen sollten?). Die Tukane interessierte dies nicht und sie flogen los. Mit vielen Flügelschlägen, aber sonst war nichts auffälliges dabei zu beobachten. Dann sahen wir viele kleine Eidechsen (Central American Whiptail), die überall auf dem Weg saßen und sich sonnten. Außerdem gab es viele Spinnen in den Bäumen, die riesige Netze gesponnen hatten (Golden Orb-Spider). Auf dem Rückweg sah ich noch einen Vogel, der mit seinem Schnabel, Tiere unter der Rinde von Bäumen hervor holte (Acorn Woodpecker). Nun machte ich mich mit dem Tobi auf eine selbständige Bootstour in den Regenwald auf. Wir fuhren den selben Weg, den wir zuvor auch bei der geführten Tour gefahren sind, konnten die Umgebung aber noch besser wahrnehmen, da wir jetzt alleine im Regenwald waren. Wir sahen die selben Tierarten nochmals und fühlten uns in unserer Nussschale winzig vor den riesigen Wäldern an den Seiten. Mit dem Sonnenuntergang kamen wir auch wieder am Anleger an, sodass wir jetzt die nachtaktiven Tiere im Regenwald sehen wollten. Dazu organisierten wir uns hohe Gummistiefel, sodass wir keine Angst um unsere Beine haben mussten und betraten mit Taschenlampen den Park, nachdem wir uns vorher Rat von unserem Führer eingeholt hatten. Beim Betreten entdeckten wir das einzige Mal interessante Tiere, welches aber völlig ausreichte. So waren in einem Baum eine Giftschlange (eine gelbe Eyelash Palm Pitviper) und eine große Stabsheuschrecke. Die Schlange lag bewegungslos auf einem Ast in 2 Meter Höhe, sodass ich Willem auf die Schultern nahm, sodass er aus sicherer Entfernung ein Bild machen konnte. Die Heuschrecke sieht aus wie ein Ast, ist in Wirklichkeit aber ein Tier, welches sich durch Mimese im Baum tarnt. Erfüllt von so vielen Eindrücken fielen wir erschöpft ins Bett.</p>
<p><strong>Tag 17, Donnerstag den 27. Januar 2011:</strong><br />
Heute mussten wir dieses ökologische Paradies verlassen und konnten uns nicht einig werden, ob wir nun (wenn Zeit und Geld mitmachen würden) gerne hier bleiben wollten. Ich wäre auf jeden Fall noch länger geblieben. In den Flüssen soll man mit viel Glück Seekühe und Jaguare sehen können! Wir hatten nun aber einen langen Rückweg vor uns, der nicht so reibungslos verlief, wie der Hinweg. Dennoch kamen wir zu einer vernünftigen Zeit wieder in San José an. Dort packten wir unsere hinterlassenen Sachen zusammen und schliefen nochmals eine Nacht. Wieder kurz, aber gut. Ich erinnerte mich an eine Kindergeschichte:</p>
<p style="text-align:center;">Es gab einmal eine Mäusefamilie. Während dem Sommer sammelten alle Mäuse Vorräte für den Winter – außer eine Maus, die gedankenvoll auf einem Stein saß. Als die übrigen Mäuse sie ansprachen, warum sie nichts sammele, antwortete diese, dass sie Bilder sammle. Die Mäuse, die sich für das Überleben der Familie verantwortlich fühlten sammelten weiter Futter, doch missfiel ihnen, dass sie anscheinend die Last der sitzenden Maus mittragen mussten. Als der Winter kam, teilten die Mäuse das Essen gleichmäßig unter ihnen auf. Es reichte jedoch nicht den Winter über, sodass die Mäuse anfingen zu frieren. Nun begann die eine Maus zu erzählen, was sie den Sommer über erlebt hatte. Von Wiesen und Blumen. Von Tieren und Sonnenschein. Nun wurde den Mäusen wieder warm ums Herz und so überlebten sie gemeinsam.</p>
<p><strong>Tag 18, Freitag den 28. Januar 2011:</strong><br />
Am letzten Tag unserer Reise hieß es zum letzten Mal Abschied nehmen. Wir verließen die Familie, die sich in den vergangenen Wochen so liebenswürdig um uns gekümmert hat mit einem frohen und einem wehmütigen Auge. Aber beide Augen waren müde. So viele Stunden in Bussen. So viele kurze Nächte. So viele neue Orte. Jetzt hieß es zurück ins vorläufig beständige Panama mit seinen uns vertrauten Seiten. Das erste, was ich tat, nachdem ich aus Costa Rica ausgereist bin: Ich habe mit einen Teller mit Reis und Salat gekauft (Hühnchen hätte ich auch gerne gehabt, gab es aber nicht). Wir verließen das Haus um kurz nach 6 und ich stand um 6 Uhr vor der Haustür meiner Gastfamilie. Während den vielen Stunden der Reise sprachen wir wenig untereinander. Nur wenn ein besonders starkes Ereignis in uns aufstieg, redeten wir einige Sätze, nur um uns wieder in Schweigen zu vertiefen. Ich fühlte mich wie drei ältere Männer, die im Stadtpark nebeneinander auf einer Bank sitzen und nicht die ganze Zeit reden. Nicht aus Desinteresse, sondern aus tiefem Verständnis was keine vielen Wörter benötigt. Wir sind zwar noch relativ jung, dennoch haben wir viel miteinander erlebt.</p>
<p>Wenn du diese Zeilen liest bin ich stolz, dass diese Zeilen so interessant waren, dass du gerade so viel Zeit in das Miterleben meiner Tour gesteckt hast.<br />
Ich habe viele nette Bekanntschaften gemacht, die im Leisen am Wegrand entstanden; ich habe viele Naturwunder gesehen, die einen Hinweis auf den Artenreichtum dieser Erde gegeben haben; ich habe zwei besondere Reisebegleiter gehabt, mit denen ich mich immer noch verstehe; und ich habe eine anstrengende, aber erfüllende Reise hinter mir! Und ich habe einen Bart.</p>
<p>Lars</p>
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		<title>Post aus Panama</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 20:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, ich möchte mich mal wieder mit einem längeren Blogeintrag zurück melden. Kurzinfo: Ich habe in einem kleinen Kreis Weihnachten gefeiert, welches in meiner Gastfamilie einen geringeren Stellenwert hat. Ins neue Jahr bin ich gut mit den anderen Freiwilligen gekommen. Am 2. Januar hatten die Gasteltern von Willem ihre kirchliche Hochzeit. Am 9. Januar waren [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=366&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<p>ich möchte mich mal wieder mit einem längeren Blogeintrag zurück melden. Kurzinfo: Ich habe in einem kleinen Kreis Weihnachten gefeiert, welches in meiner Gastfamilie einen geringeren Stellenwert hat. Ins neue Jahr bin ich gut mit den anderen Freiwilligen gekommen. Am 2. Januar hatten die Gasteltern von Willem ihre kirchliche Hochzeit. Am 9. Januar waren wir bei einem großen nationalen AFS-Treffen. Ich habe geplant in den nächsten Tagen einen Freund zu besuchen und von dort aus, nach Costa Rica auf zu brechen und anschließend zwei Orte in Nicaragua zu besichtigen.</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Nun folgt das Vorangegangene nochmal ausführlich. Weihnachten in Panama. Die gesamt Adventszeit habe ich eigentlich nicht als solche wahr genommen, denn das Haus wurde zwar dekoriert, jedoch hat sich an dem Zusammenleben nicht viel geändert. Ich habe mit den anderen Freiwilligen einen Adventskranz gebastelt und so konnten wir uns ein wenig auf Weihnachten vorbereiten. Am 23. Dezember habe ich dann eine Weihnachtsfeier in meiner Schule mit meinen Schülern aus dem Englischkurs veranstaltet. Wir haben Kuchen gegessen und Weihnachtslieder gespielt. Die Amerikanerin, die mit mir den Kurs angeboten hat und so denke ich, haben den Kindern eine kleine vorweihnachtliche Freude bereiten können. Am 24. haben wir abends meinem Neffen Geschenke überreicht (ich habe ihm ein UNO Kartenspiel geschenkt) und meine Gasteltern haben ein Waffeleisen bekommen. Wir haben ein besonderes Essen gegessen und am 25. war die gerade aufgekommene Weihnachtsstimmung bereits wieder verflogen und wir gingen unserem Alltag nach.</p>
<p>Silvester wird hier eigentlich so gefeiert, dass man zuerst mit seiner Familie ins neue Jahr feiert und dann nachts mit Freunden im Auto zum Strand fährt und dann dort weiter ins neue Jahr feiert. Wir haben uns, nachdem wir bei einem Freiwilligen ins neue Jahr gekommen sind, gegen dem Strand entschieden, weil alle Fahrer bereits getrunken hatten. Das war natürlich ärgerlich, aber wir wollten unser Glück nicht nochmal herausfordern.</p>
<p>Willems Gasteltern sind bereits über 30 Jahre standesamtlich verheiratet und haben sich entschieden, nun kirchlich zu heiraten. So haben wir bei den Vorbereitungen mit geholfen und die berühmte deutsche Pasta für die Gäste zubereitet (Nudeleintopf schmeckt also auch in Panama). Die kirchliche Zeremonie erinnerte sehr an eine deutsche Hochzeit und die anschließende Feier hätte auch in Deutschland sein können. Natürlich war die Musik ein wenig anders, aber es war eine wunderschöne, gelungene Feier! Wir haben diesen Tag mit Bildern festgehalten und der Familie ein Fotoalbum von diesem Tag geschenkt.</p>
<p>Nun kommen wir zu dem nationalen AFS-Treffen in Santiago. Wir sind morgens früh aufgestanden und dort mit einem gemieteten Bus mit dem gesamten Komitee angekommen. Dort konnte ich viele alte Bekannte wieder sehen und die von allen Teilnehmern gestaltete Show war wirklich beeindruckend. Es gab viele traditionelle Tänze aus Panama, es gab Hip-Hop, es gab Musik, es gab einen traditionellen thailändischen Tanz und eine kleine Diabolo-Vorführung. Rückblickend kann man sagen, dass dies eine runde Sache war.</p>
<p>Nun werde ich mit zwei Freunden (Willem und Tobi) zuerst einen Freund besuchen und von dort aus nach Costa Rica fahren. Dort wollen wir uns zuerst ein wenig in der Hauptstadt aufhalten und von dort die Umgebung kennen lernen. Anschließend wollen wir nach Nicaragua fahren und dort Grenada und Isla Ometepe sehen. Mich wundert bereits, mit wie wenig Dingen man auskommen kann. Ich habe für die gesamte Tour einen mittelgroßen Rucksack. Mit jeder Tour ist dieser kleiner geworden, weil man merkt, wie wenige Dinge man eigentlich braucht. Ich fühle mich für die Reise gerüstet und bin gespannt, was ich hinterher zu erzählen habe. Eine Sache möchte ich vorher noch erwähnen: wir haben ein Abkommen, welches uns das Rasieren während der gesamten Zeit verbietet. Also auf den Bildern bitte nicht erschrecken <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Eindruck in das aktuelle Geschehen geben konnte und freue mich über Rückmeldung.</p>
<p>Lars</p>
<p>Ps.: Ich habe vor langer Zeit angefangen „Der kleine Taschenphilosoph“ zu lesen (sehr zu empfehlen) und lese gerade „Mit Sokrates im Liegestuhl“. Das sind Bücher vom dtv Verlag, die interessante Texte zusammen führen und so zu neuen Gedanken anregen. Ich kann diese beiden Bücher jedem ans Herz legen.</p>
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		<title>Mein Ausflug in die Hauptstadt</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 21:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, ich bin heil und reich an Erfahrungen aus Panama-Stadt zurückgekommen und werde mich jetzt erneut an einem Selbstinterview versuchen. Lars, du sagst, du warst in Panama-Stadt. Kannst du uns erstmal erzählen, was es sich damit auf sich hatte? Natürlich. Meine Direktorin hatte mich schon vor Monaten gefragt, ob ich im Dezember mit auf einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=359&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<p>ich bin heil und reich an Erfahrungen aus Panama-Stadt zurückgekommen und werde mich jetzt erneut an einem Selbstinterview versuchen.</p>
<p><span id="more-359"></span></p>
<p><em>Lars, du sagst, du warst in Panama-Stadt. Kannst du uns erstmal erzählen, was es sich damit auf sich hatte?</em><br />
Natürlich. Meine Direktorin hatte mich schon vor Monaten gefragt, ob ich im Dezember mit auf einen Ausflug kommen möchte. Auf jeden Fall! Dieser Ausflug war für die 4. Klasse der Schule in Guadalupe, zusammen mit einem Elternteil. Dies sollte eine besondere Aktion für die Schüler zu ihrem Abschluss der Klasse zu sein, denn hier enden die Schuljahre mit dem Kalenderjahr. Es war vorgesehen einige besondere Orte zu sehen, in das Regierungsgebäude zu gehen und Vor-Weihnachts-Shopping zu machen. Dafür waren zwei Tage eingeplant, was dann aber nochmal spontan verkürzt wurde.</p>
<p><em>Gut, jetzt wissen alle, was es sich damit auf sich hatte. Vielleicht kannst du jetzt ins Detail gehen?</em><br />
Wir haben uns am vergangenen Montag zu einer Weihnachtsfeier getroffen, während dessen die Schüler wild durch die Schule laufen konnten, gutes Essen bekommen haben und eine Piñata zerschlagen durften (diese – mit Süßem gefüllten – Tiere, die von der Decke hängen und dann mit einem Stock so lange bearbeitet werden, bis die Füllung heraus regnet). Ich habe mich dann noch ein bisschen dort aufgehalten und um Mitternacht fuhren wir dann in einem Bus in die Richtung der Hauptstadt, wo wir am folgenden Morgen ankamen.<br />
Dort haben wir eine der beiden Brücken gesehen, die den Panamakanal überspannen und so Nord- und Südamerika wie eine Klammer zusammen halten scheinen. Dann sind wir durch viele Stadtteile gefahren und haben so einen Überblick über die große Stadt bekommen. Am Nachmittag wurden wir im Regierungsgebäude erwartet und haben eine Führung bekommen. Den Präsidenten haben wir leider nicht gesehen, dennoch sahen wir die Begrüßungshalle, den Verhandlungssaal und viele andere Räume.<br />
Danach sind wir in ein großes Einkaufszentrum gefahren. Von den Ausmaßen kann man es wohl mit dem CentrO in Oberhausen vergleichen. Dort konnten wir dann nach schönen Dingen Ausschau halten. Wir mussten uns erstmal mit Wasser versorgen, denn in der Hauptstadt ist was Wasser in großen Teilen nach dem Sturm ausgefallen. Ich bin dort zusammen mit Willem herum geschlendert und haben diese andere Welt auf uns wirken lassen.<br />
Anschließend musste die Frage beantwortet werden, wo wir nun schlafen werden. Ich hatte wohl noch naiv gedacht, dass etwas geplant war. Dann merkte ich, als wir an verschiedenen Hotels angehalten haben und wieder weg gefahren sind, dass dem anscheinend nicht so sei. Hinterher sind wir in einer Unterkunft gewesen, die mich – nach allem, was ich hier bereits durchgemacht habe – geschockt hat. Kein Wasser. Kakerlaken. Schimmel. Ausladenes Bett. Gute Nacht!<br />
Am folgenden Morgen sind wir zu einer Kanalschleuse gefahren und haben dort eine Einführung in den Kanal bekommen. Als dann eine AIDA-Reisegruppe aus Deutschland ankam, habe ich mich unter diese gemischt und einen Film unter lauter deutscher Touristen geschaut. Der Kanal als solcher ist echt beeindruckend!<br />
Kurzinfo: Der Kanal ist seit 2000 Eigentum der Regierung Panamas (vorher gehörte das Gebiet zur USA). 80 Kilometer lang. Schleusen, die Schiffe heben durch einen See fahren zu lassen. Auf der anderen Seite werden sie wieder abgesenkt. Diese aufwändige Methode wurde gewählt, nachdem die Franzosen mit einem Kanal auf Meereshöhe scheiterten. Es gibt eine Schiffsgröße – Panamamax, die genau durch die Schleusen passen (ca 30 mal 300 Meter).<br />
Hinterher haben sind wir zum Hotel zurück gefahren und meine Schule ist wieder nach Cerro Punta zurück gefahren, während Willem und ich in der Hauptstadt blieben. The adventure starts!</p>
<p>Wieso seit ihr denn nicht mit der Schule wieder zurück gefahren?<br />
Wir haben durch unsere Spanischlehrerin eine Fahrt auf dem Panamakanal organisiert bekommen, welche am folgenden Montag möglich war. In der Zwischenzeit wollten wir die Hauptstadt kennen lernen, weil sie als wichtiger Teil zum Land gehört, wir sie aber nicht kannten.</p>
<p>Dann erzähl doch bitte weiter. Was habt ihr gemacht, als ihr in der Hauptstadt ausgesetzt ward?<br />
Als erstes galt es eine Unterkunft zu finden, denn ich wollte für 11 $ die Nacht nicht in dieser Unterkunft bleiben. Also haben wir im Lonely Planet nachgeschlagen und eine gutes Hostel gefunden. Als wir dort über die Türschwelle traten, kamen wir in einer anderen Welt an! Dort gab es ein kleines gemütliches Kino, ein Balkon mit Sicht auf die Skyline, kostenloses Internet und viele kleine Dinge mehr, die uns in der Summe einfach überwältigten. Von dort aus starteten wir dann unsere Stadterkundungen.<br />
Wir waren in der Altstadt und in dem neuen Zentrum mit Hochhäusern. Wir waren auf der vorgelagerten Insel Taboga. Und wir waren in verschiedenen Polizeistationen.</p>
<p>Davon musst du aber mehr erzählen. Das du die atemberaubende Inseln Taboga nicht weiter ausführst kann ich noch durchgehen lassen, aber das mit der Polizei musst du wirklich ausführlicher erzählen.<br />
Also am Sonntag wollten wir unsere Unterkunft wechseln, um nochmal etwas neues zu erleben. Wir hatten also unsere Sachen dabei und gingen mittags in Richtung der neuen Unterkunft. Als wir meinten, dass wir in der Nähe seien, bogen wir von der Hauptstraße in eine weitere belebte Straße ab. Dort wurden wir zwei von drei jungen Männern aufgefordert, ihnen unsere Sachen zu übereignen. Ich war dem gegenüber abgeneigt und als die Polizei auf mein Bitten einschritten, wollten diese Leute nichts weiter von uns wissen und gingen schnell ihres Weges. Für die Polizei war es damit noch nicht vorbei und wollte diese Leute nochmals fragen, wie sie auf die Idee kamen, eine solche Forderung an uns zu stellen. So folgten sie den drei kecken Burschen. Wir wurden anschließend auf verschiedenen Polizeiwachen dazu aufgefordert Aussagen zu machen.</p>
<p>Und wie geht diese Geschichte aus? Möchtest du vielleicht noch etwas dazu sagen?<br />
Die drei Jungen sitzen im Gefängnis, wir mussten den ganzen Sonntag mit der Polizei verbringen und ich habe jetzt eine neue Handynummer. Mir geht es gut und mir ist etwas über die Kriminalität in der Hauptstadt klar geworden. Es sind nicht arme Leute, welche solche Straftaten begehen. Es sind jene Menschen, die sich nicht mit dem begnügen, was sie haben und mehr Geld haben wollen. Die Räuber hatten ein gepflegtes Aussehen und teure Kleidung. Das hilft ihnen im Gefängnis nicht besonders viel weiter!</p>
<p>Das ist am Sonntag passiert. Du sagtest, der Grund, weshalb ihr in der Hauptstadt geblieben seid, ist, dass ihr eine Fahrt auf dem Panamakanal machen wolltet. Ist es dazu noch gekommen?<br />
Ja, wir wollten uns von diesen Leuten nicht diese Erfahrung nehmen lassen. Wir schliefen anschließend in einem schlichten aber angenehmen Hotel und Montag Morgen trafen wir uns mit zwei weiteren Freiwilligen und dem Sohn unserer Spanischlehrerin. Dieses arbeitet auf einem kleinen Schlepper, der Schiffe auf einem Teil durch den Kanal begleitet. Auf diesem Schiff haben wir dann eine Schleuse durchquert und einen Teil des Kanals kennen gelernt. Mein Bild hat sich bestätigt. Es ist einfach überwältigend! Jeder Kilometer hat durchschnittlich 500 Leben gekostet. Jede Durchfahrt bringt der Regierung viel Geld ein, gibt hochqualifizierten Arbeitskräften einen Arbeitsplatz, verkürzt Schiffswege um viele Tage und lockt Touristen ins Land. Dieses Monument ist wirklich ein zentraler Bestandteil des Landes.</p>
<p>Und nun bist du wieder bei deiner Gastfamilie in Volcán. Was machst du in den Tagen vor Weihnachten?<br />
Als ich von meiner Tour zu Hause ankam stellte sich schnell wieder der Alltag ein. Ich musste meine Wäsche waschen, ich bin Joggen gegangen und ich habe mich mit meiner Gastfamilie über das Geschehene unterhalten.<br />
In den kommenden Tagen habe ich eine Weihnachtsfeier mit meiner Englischgruppe geplant. Sonst steht nichts an. Ich lasse mich mal überraschen, wie hier Weihnachten gefeiert wird.<br />
Bis zum nächsten Mal. Bleiben Sie mir treu und empfehlen Sie mich weiter!<br />
Lars</p>
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		<title>Weihnachtszeit</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 18:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>larsunterwegs</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Buenas, &#8222;Lange, bunte Kerzen, Tannenzweigenduft..&#8220;, so habe ich den zweiten Advent in Panama mit den anderen Freiwilligen verbracht. Was sonst so passiert ist, versuche ich jetzt zu beschreiben: Zuerst einmal Weihnachten in Panama: Hier konnte ich noch nicht so sehr in Weihnachtsstimmung kommen. Meine Familie hat einen Tannenbaum aufgestellt und Lichterketten in den Fenstern, dennoch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=larsunterwegs.wordpress.com&amp;blog=11729299&amp;post=355&amp;subd=larsunterwegs&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buenas,</p>
<p>&#8222;Lange, bunte Kerzen, Tannenzweigenduft..&#8220;, so habe ich den zweiten Advent in Panama mit den anderen Freiwilligen verbracht. Was sonst so passiert ist, versuche ich jetzt zu beschreiben:</p>
<p><span id="more-355"></span><br />
Zuerst einmal Weihnachten in Panama: Hier konnte ich noch nicht so sehr in Weihnachtsstimmung kommen. Meine Familie hat einen Tannenbaum aufgestellt und Lichterketten in den Fenstern, dennoch hat sich an dem Alltag nicht veraendert. So war ich einmal mit Willem und Mathilde (die anderen Freiwilligen) zusammen und haben unsere Weihnachtskranzkreation eingeweiht. Willems Familie bestand darauf, dass es nicht dicke runde Kerzen sind, die auf den Kranz gehoeren, sondern lange, bunte Kerzen. So ist es gekommen, dass zu unserem Chinahut mit Muscheln, Stern und Tannenzweigen jene Kerzen kamen, die &#8211; dem Beipackzettel nach &#8211; alle eine besondere Bedeutung haben.<br />
Sonst ist nicht viel von Weihnachten zu spuehren.</p>
<p>Ab diesem Montag bin ich mit der vierten Klasse in der Hauptstadt Panama-Stadt. Dort werden wir im Regierungsgebaeude empfangen, werden die Altstadt besichtigen, haben die Moeglichkeit einkaufen zu gehen und Museums besuchen. Anschliessend bleibe ich in der Hauptstadt und &#8211; vorausgesetzt alles klappt wie geplant &#8211; koennen wir den Panamakanal auf einem Boot durchqueren. Der Sohn einer Bekannten arbeitet dort und kann Besucher mitnehmen.<br />
Ich habe meine Kamera dabei!</p>
<p>Wenn ich wieder in Volcán bin, werde ich mich mit einem ausfuehrlicherem Eintrag zurueckmelden.</p>
<p>Lars</p>
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